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Frazer Harrison/Getty Images for Coachella

„Pakt mit dem Teufel“: Billy Corgan wird niemals KI-Musik machen

Billy Corgan hat starke Meinungen. Das wissen wir, auch, weil er damit nie hinter'm Berg hält. Nun äußerte sich der Smashing-Pumpkins-Musiker deutlich zum Thema KI und Musik – und schwört dem Teufelszeug dezidiert ab!

Pakt mit dem Teufel

Im Podcast And The Writer Is… stellt er klar: „Ich weigere mich, weigere mich, weigere mich kategorisch, KI in meinem Musikschaffen einzusetzen. Für mich ist das ein Pakt mit dem Teufel. Ganz einfach." Ob man es nun den prometheischen Feuermythos nenne oder sonst wie – man lehne sich an genau das Ding, das einen am Ende vernichten werde.

Sein Argument ist weniger technikfeindlich als romantisch – und erstaunlich klassisch. Der Druck, die Inspiration, das Ringen mit sich selbst, das Gefühl, nichts mehr zu sagen zu haben: „Das alles ist Teil der Reise, die ein Songwriter gehen muss“, so Billy Corgan. Wer diese Stationen überspringe, verliere nicht nur den Song, sondern auch den Grund, überhaupt noch einer zu sein. Ein menschlicher Co-Autor, mit dem man irgendwann über Tantiemen streite, sei ihm allemal lieber – „wenn wir streiten, bedeutet das, dass es etwas Wertvolles gibt, worüber wir streiten." Mit einer App hingegen höre der Streit nie auf.

Billy Corgan sieht es düster

Die ökonomische Dimension sieht Billy Corgan noch düsterer: „Wir liebäugeln mit genau dem Ding, das uns zerstören wird – als Wirtschaft, als Branche, als Bewegung. Wir bitten darum, ausgelöscht zu werden." Corgan rechnet mit einem „fruchtlosen Winter", in dem ganze Generationen von Songwriterinnen und Songwritern verloren gehen. An die Stelle der Star-Produzenten vom Schlag eines Max Martin trete dann der Prompt-Virtuose: „Dr. Joe ist der König von irgendwas. Er wird gebrandet, er kriegt Sponsorings, er dreht Werbespots: ‚Du kannst so sein wie ich. Schau, ich hab' einen Benz in der Einfahrt – und ich weiß nicht mal was über Musik. Ich weiß nur, was mir gefällt.'"

Der Umbruch sei, so Billy Corgan, womöglich „die kataklysmischste technologische Neuerung in dieser Stadt seit dem Übergang vom Stumm- zum Tonfilm. Viele werden ihren Job verlieren, und plötzlich sind ein paar neue Gesichter Wunderkinder, weil sie wissen, welche verdammten Knöpfe sie drücken müssen." Neu ist der Gedanke bei ihm nicht: Bereits 2023 sagte er in der Zach Sang Show, junge Künstler würden die „10.000 Stunden im Keller" nicht mehr investieren, die er selbst absolviert habe. Seine Hoffnung bleibt persönlich: Vielleicht höre man ihm bis ins hohe Alter zu – gerade weil man wisse, dass die Musik tatsächlich von ihm kommt. „Das könnte tatsächlich Teil des Verkaufsarguments sein."

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