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Foto: Massimo Insabato/Mondadori Portfolio via Getty Images

Måneskin’s Thomas Raggi kommentiert sein Solodebüt mit Tom Morello, Chad Smith, Serge Pizzorno und Alex Kapranos

Wie hat Thomas Raggi, Gitarrist der italienischen Band Måneskin, nur all diese Rockstars an Land gezogen? Der Musiker erzählt von der Entstehung seines Soloalbums und mit wem er im Studio Dungeons and Dragons gespielt hat! 

Rock-Revival auf „Masquerade“

Das Debüt-Album Masquerade von Thomas Raggi lässt sich hören und schindet nicht nur durch Raggi ordentlich Eindruck. Auch die Liste der Kollaborationen macht dieses Rock-Album zu einer besonderen Platte. Denn der Gitarrist der italienischen Rockband Måneskin hat sich für sein Solodebüt dafür entschieden, seine Rolle als Gitarrist nicht gegen die Frontposition einzutauschen, sondern hat einen Starsänger nach dem anderen an Land gezogen. Tom Morello von Rage Against The Machine, Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers, Serge Pizzorno von Casabian und Alex Kapranos von Franz Ferdinand sind nur einige der Helden, die auf Masquerade zu Wort kommen. 

Für ein einziges Konzert schaffte es der Italiener sogar, einige dieser hochkarätigen Stars auf die Bühne des Whisky A Go Go zu holen. Das Konzert wurde teilweise mit Kameras begleitet.

Nicht nur Oldschool

Neben diesen Giganten, die die Rockwelle der 2000er dominierten, sind aber auch ebenso neue Acts an Thomas Raggis Seite. Dazu gehört Upsahl und Luke Spiller der Band The Struts. Thomas Raggi erklärt im Interview mit NME, dass er verschiedene Generationen zusammenbringen wollte. Dabei waren all diese verschiedenen Kollaborationen nicht immer einfach. „Es war eine Herausforderung, jedes Mal an die Grenzen zu gehen, denn wenn man mit einem Künstler in einem Raum sitzt und eine andere Vision hat, muss man natürlich den richtigen Punkt treffen“, erklärt Thomas Raggi. „Aber ich finde es cool, weil es mich in verschiedenen Genres vielseitiger gemacht hat“.

Dabei hat Produzent und Rage Against The Machine-Legende Tom Morello sicherlich eine große Rolle gespielt. Raggi und Morello kannten sich bereits von einer Kollaboration zwischen Måneskin und dem Gitarristen für die Single Gossip. „Er ist ein großartiger Gitarrist und eines meiner Vorbilder, daher war es fantastisch, ihn als Mentor zu haben. Wir haben unterschiedliche Ansätze, weil er sehr wissenschaftlich denkt und eine ganz andere Herangehensweise hat, daher war die Zusammenarbeit zwischen uns beiden einfach großartig“, erzählt Thomas Raggi. Und nicht nur musikalisch scheinen die beiden Gitarristen eine Verbindung zu haben. Im Studio haben dem Interview zufolge Raggi und Morello wohl auch Dungeons And Dragons gespielt.

Obwohl sich Thomas Raggi so viel Unterstützung geholt hat, ist er auch selbst mehr in den Vordergrund getreten, als man das bisher bei Måneskin erlebte. „Ich denke, die Gitarre ist der wichtigste Teil [des Albums], weil jeder Song mit einem Riff begann, also ist es in dieser Hinsicht mein Album“, erklärt Raggi. Aber er hat auch trotz anfänglichem Zögern zum selbst zum Mikro gegriffen. Dafür habe er extra Gesangsstunden genommen, erklärt Raggi.

Dass es mit Måneskin noch nicht endgültig vorbei ist – trotz der längeren Pause und der Solo-Projekte von Raggi und Damiano David –, schimmert in dem Interview auch immer wieder durch. Thomas Raggi sagt: „Ich kann mir vorstellen, dass wir, wenn wir wieder ins Studio kommen, viele verschiedene Elemente mitbringen werden, weil jeder eine andere Reise hinter sich hat. Das ist eine coole Sache, und ich denke, es wird dem kreativen Prozess der Band sehr helfen.“ Es bleibt also noch Hoffnung auf ein Comeback.

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