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Foto: Samir Hussein/WireImage

Neil Young spielt neuen Protestsong gegen Donald Trump: „Big Crime“

Live in Chicago performte Neil Young den Song Big Crime, der offen auf Trumps Kontrolle über Washington, D. C. reagiert. Darin singt er: „Wir müssen das Weiße Haus ausmisten“.

Dass Neil Young nicht der größte Donald-Trump-Fan ist, kommt nicht überraschend. Seit Jahren kritisiert Young seine Politik und hatte vor einigen Monaten sogar schon die Angst geäußert, nach seiner Europatour nicht mehr zurück in die USA einreisen zu dürfen. Das scheint ihn aber nicht davon abzuhalten, weiter laut gegen Trump zu bleiben. Nun spielte er live in Chicago mit den Chrome Hearts einen neuen Song namens Big Crime, der den US-Präsidenten offensichtlich anvisiert.

Young lud eine Soundcheck-Aufnahme des Songs hoch:

Verbrechen in Washington, D. C.

In Big Crime wird etwa die Zeile „No more great again“ wiederholt, womit Young natürlich auf Trumps Slogan „Make America great again“ anspielt. Weiter heißt es im Song: „No more money to the fascists / The billionaire fascists / Time to blackout the system“ und „Got to clean the White House out“ (übersetzt: „Kein Geld mehr an die Faschist:innen / Die Milliardäre-Faschisten / Zeit, das System lahmzulegen“ und „Wir müssen das Weiße Haus ausmisten“).

Der Song scheint eine Reaktion auf eine von Trumps jüngsten Amtshandlungen zu sein: Der US-Präsident schickte vor ein paar Wochen die Nationalgarde nach Washington, D. C., da seiner Meinung nach dort zu viel Kriminalität herrsche. Darauf reagiert Neil Young mit Zeilen wie „Don’t want soldiers on our streets“ („Wir wollen keine Soldaten auf unseren Straßen“). Er kehrt Trumps Statement um: Das große Verbrechen in Washington, D. C. herrscht nicht unter der Bevölkerung, sondern in der Regierung: „There’s big crime in D. C. at the White House“ („Es herrscht ein großes Verbrechen in D. C. im Weißen Haus“).

Wie könnte Trump reagieren?

Vor circa vier Monaten äußerte Neil Young Gedanken darüber, wie Donald Trump auf seine Statements reagieren könnte. „Wenn ich Musik in Europa spiele und über Donald J. Trump spreche, könnte ich einer derjenigen werden, der bei der Rückkehr nach Amerika ausgesperrt oder ins Gefängnis gesteckt wird, um auf einem Zementboden mit einer Aluminiumdecke zu schlafen“, schrieb der Musiker auf seiner Website Neil Young Archives. „Das passiert jetzt andauernd.“

Weiter schrieb Neil Young: „Wenn man irgendetwas Schlechtes über Trump und seine Regierung sagt, könnte man von der Wiedereinreise in die USA abgehalten werden, wenn man aus Kanada ist. Für jemanden wie mich, der beide Staatsbürgerschaften besitzt, wer weiß? Das werden wir alle gemeinsam herausfinden.“ Er lässt sich nicht einschüchtern.

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