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NurPhoto / Getty Images

Spotify führt Direct Messages ein

DMs kennen wir alle – ursprünglich von Instagram oder TikTok. Nun soll es die Funktion der direkten Kommunikation auch bei Spotify geben. Doch was steckt dahinter?

 

In einer offiziellen Pressemitteilung schreibt Spotify: „Empfehlungen waren immer das Herzstück der Spotify-Experience. Freunde und Familie teilen ihre Lieblingsmusik, Podcasts oder Hörbücher – und das mehrere Millionen Mal im Monat. Das liegt daran, dass das gesprochene Wort die kraftvollste Art und Weise ist, Menschen ihren nächsten Lieblings-Track entdecken zu lassen.“ Außerdem habe die Community immer wieder den Wunsch geäußert, dafür einen eigenen Space in der App zu haben. Für Artists, Autor:innen und Creator:innen sei es eine ideale Möglichkeit, neue Fans zu erreichen. Weiter heißt es: „Unser Ziel ist es, User:innen das zu geben, was sie wollen, und Momente der Verbindung und des Austausches einfach und reibungslos in der Spotify-App zu gestalten.“ Das Feature soll bereits in dieser Woche starten: Egal ob mit Free- oder Premium-Abo, können Nutzer:innen über 16 Jahren in ausgewählten Märkten Nachrichten innerhalb der App austauschen.

Wie funktioniert das DM-System?

Das neue DM-System funktioniert ähnlich wie andere Messaging-Dienste: Nutzer:innen können Textnachrichten und Emojis verschicken. Auf der Website zeigt Spotify dazu ein kurzes Video, in dem zum Beispiel ein Song von Lola Young geteilt wird. Ziel sei es jedoch auch, Verbindungen außerhalb des eigenen Kosmos zu schaffen. Spotify erklärt: „Es ist einfach, eine Konversation mit Menschen in der App zu starten, die du bereits kennst. Aber du wirst auch andere vorgeschlagen bekommen – etwa Personen, mit denen du kürzlich eine kollaborative Playlist oder gemeinsame Jams erstellt hast.“ Gleichzeitig behalten User:innen die Kontrolle: Sie können Nachrichten annehmen oder blockieren.

Vielleicht einfach eine PR-Strategie?

Die Einführung kommt allerdings zu einem Zeitpunkt, an dem die öffentliche Meinung über Spotify einen Tiefpunkt erreicht hat. Viele Artists ziehen ihre Kataloge von der Plattform zurück – nicht zuletzt, nachdem bekannt wurde, dass CEO Daniel Ek in Helsing investierte, ein deutsches Unternehmen, das KI zur Unterstützung militärischer Systeme nutzt. Ob die neuen DMs also tatsächlich ein Fortschritt für die Community sind – oder eher ein PR-Stunt – bleibt offen.

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