Stranger Things ist bekannt für seine exzellente Musikauswahl – und dafür, dass alte Klassiker plötzlich wieder zu neuen Chartserfolgen abheben. Kate Bush kann davon ein Lied singen. Nun feiert auch die Musik des 2016 verstorbenen Prince neue Höhenflüge im Streamingkosmos.
Prince: Songs werden viel gestreamt
Nach dem Serienfinale verzeichnen zwei von Prince ikonischsten Songs massive Zuwächse. Laut aktuellen Plattformdaten legte Purple Rain global um mehr als 240 Prozent zu, When Doves Cry um rund 200 Prozent. Auffällig ist dabei nicht nur das Ausmaß, sondern auch die Demografie: Besonders stark fällt der Anstieg bei Hörerinnen und Hörern der Generation Z aus. Für viele ist Prince also kein nostalgischer Ritt durch die Zeit, sondern eine Neuentdeckung.
Beide Songs stammen vom Prince-Album Purple Rain, das 1984 nicht nur Prince’ kommerziellen Höhepunkt markierte, sondern den Popbegriff seiner Zeit neu definierte. Zwei Songs, die nun wieder die Popkulturell erobern und einer ganz neuen Generation erschlossen werden.
Nachlass ist streng
Was ebenfalls bemerkenswert ist: Der Musiker selbst galt zu Lebzeiten als äußerst restriktiv im Umgang mit Lizenzen. Dass sein Nachlass nun eine so prominente Verwendung zulässt, verweist auf das Vertrauen in die kuratorische Sorgfalt der Serie. Stranger Things ist da wohl ein Ausnahmefall.
Stranger Things hat in den vergangenen Jahren mehrfach gezeigt, wie stark gezielt eingesetzte Musik wirken kann. Davon profitierten unter anderem Kate Bush mit Running Up That Hill, Metallica mit Master of Puppets, The Clash mit Should I Stay or Should I Go sowie Journey mit Separate Ways (Worlds Apart), deren Songs durch die Serie neue Aufmerksamkeit erhielten. Nun ist damit aber Schluss: denn die Serie feierte ihr lang erwartetes Finale.