Die Fifa-Halbzeitshow
Daniela Porcelli/Getty Images

WM-Finale: Halbzeitshow und Trump-Auftritt sorgen für Wirbel

Beim WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, stand nicht nur der 1:0-Sieg Spaniens nach Verlängerung im Mittelpunkt. Erstmals in der Geschichte eines WM-Finales gab es eine offizielle Halbzeitshow im Stil des Super Bowl, kuratiert von Coldplay-Sänger Chris Martin. Aufgetreten sind unter anderem Madonna, BTS, Justin Bieber, Shakira, Burna Boy, Dirigent Gustavo Dudamel und der PS22 Chorus. Die Pause dehnte sich dadurch auf gut 27 Minuten. Fußball wird also damit zum SuperBowl-ähnlichen Halbzeitspektakel, nicht allen schmeckte dies.

WM-Finale: Staraufgebot deluxe

Die Reaktionen auf das WM-Finale fielen scharf aus. Oasis-Sänger Liam Gallagher kommentierte den Auftritt live auf X: „Das hier ist wie ein schlechter Trip.“ Kurz darauf legte er nach: „Gut, dass ich meine spirituellen Socken anhabe, sonst hätte mich diese Halbzeit-Unterhaltung über die Kante gekippt.“ Als ein Fan schrieb, Oasis hätte selbst auftreten sollen, antwortete Gallagher, es gehe nicht um seine Band, aber das Ganze sei „völlig durchgeknallt“.

Auch aus dem britischen Fußball kam Kritik. Ex-Nationalspieler Wayne Rooney nannte die Show in der BBC-Übertragung schlicht „Mist“ und sagte, das Beste daran sei gewesen, dass sie irgendwann endete. TV-Moderator Sam Thompson schrieb auf Instagram, eine Halbzeitshow sei „so ziemlich das Letzte“, was ein Spiel dieser Größenordnung gebraucht habe. The-Cure-Sänger Robert Smith hatte sich bereits im Vorfeld gegen die Idee gewandt, bei einem WM-Finale überhaupt eine Halbzeitshow zu veranstalten.

WM-Finale: Trump ausgebuht

Für Aufsehen sorgte beim WM-Finale zudem der Auftritt von US-Präsident Donald Trump, der gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino den Pokal übergab. Bereits während der von Jennifer Hudson gesungenen Nationalhymne wurde Trump auf der Stadionleinwand deutlich hörbar ausgebuht, ebenso bei seinem Erscheinen auf dem Rasen zur Siegerehrung. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump bei einer Großveranstaltung in der Region New York/New Jersey mit Buhrufen empfangen wird.

Sportlich bleibt zum Thema WM-Finale festzuhalten: Spanien gewann dank eines Tores von Ferran Torres in der 106. Minute. Beide Mannschaften endeten dezimiert, nachdem Argentiniens Enzo Fernández bereits während der regulären Spielzeit und Leandro Paredes nach Abpfiff Rot sahen.

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