Stories vom Scheiterhaufen: The Last Dinner Party kündigen ihr Album „From The Pyre“ an
platten17.07.25
Wenige Bands hatten im letzten Jahr so einen aufregenden Start in die Musikwelt wie The Last Dinner Party. Nun setzen sie ihren barocken Indie-Rock-Stil fort, mit ihrem zweiten Album From The Pyre.
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Wie geht’s weiter für The Last Dinner Party?
Songs schreiben, proben und live spielen, das hatten The Last Dinner Party schon seit ein paar Jahren getan und sich damit einen lokalen Namen gemacht – aber ihr Debütalbum Prelude to Ecstasy schlug 2024 mit einer sofortigen Eigenwilligkeit ein. Die barocke Ästhetik, die pompösen Ohrwürmer, die Vermischung musikalischer Einflüsse, das alles zeigte eine Band, die von Anfang an eine herausstechende Identität hat.
Die Erwartungen dafür, wie die britische Band das fortführt, sind daher groß. Und jetzt ist es soweit: The Last Dinner Party kündigen ihr zweites Album From The Pyre für den 17. Oktober an. Die erste Single namens This Is The Killer Speaking erscheint heute.
Mythologie des Alltags
Der Albumtitel (übersetzt: „aus dem Scheiterhaufen“) klingt mal wieder nach einem längst vergangenen Zeitalter, das The Last Dinner Party auf die moderne Zeit anwenden. So ähnlich beschreibt es auch die Band: „Geghostet werden wird zu einem Westerntanz mit einem Killer; und Herzschmerz lacht der Apokalypse ins Gesicht. Die Texte beschwören Gewehre, Sensen, Seeleute, Heilige, Cowboys, Überschwemmungen, Mutter Erde, Jeanne d'Arc und lodernde Infernos. Wir fanden, dass diese Art stimmungsvoller Bilder die ehrlichste und wahrheitsgetreueste Möglichkeit ist, über die Art und Weise zu sprechen, wie sich unsere Erfahrungen angefühlt haben, und jedem das emotionale Gewicht zu geben, das es verdient“, heißt es im Pressetext.
Die Geschichten, die The Last Dinner Party erzählen, sollen durch das Album zu einer Art Mythos werden. Dabei sei „der Scheiterhaufen“ selbst ein Ort, der diese Geschichten vereint. Denn das Feuer stehe zum einen für Zerstörung und Gewalt, zum anderen für Wiedergeburt, Leidenschaft und Licht.
Und musikalisch?
Im Vergleich zum ersten Album wird From The Pyre düsterer, roher und erdiger klingen. „Es findet mit Blick auf eine erhabene Landschaft statt, anstatt an einem opulenten Tisch Platz zu nehmen“, erklären The Last Dinner Party. Auch die Entstehung des Albums war anders: Statt Songs jahrelang zu entwickeln und sie schon oft live vor kleineren Crowds zu spielen, wurde das neue Material dieses Mal so gut wie gar nicht live vorweggenommen. Die Songs entstanden zwischen Touren, mit einer großen Erwartungshaltung, die nun auf der Band lastet. Trotzdem seien die Songs glücklicherweise aus der gleichen Begeisterung entstanden wie zuvor, meint die Band – und das macht uns umso gespannter, das Ergebnis endlich zu hören.