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Foto: Gary Gershoff/Getty Images

Get Down On It: Diese 10 Songs von Kool & The Gang muss man kennen

Kool & The Gang sind ein Phänomen. Über 80 Millionen Platten verkauft, zwei Grammys gewonnen, zahlreiche Top-Ten-Singles in den USA, ein Stern auf dem Hollywood Walk Of Fame und seit letztem Jahr endlich auch in der Rock And Roll Hall Of Fame. Am berühmtesten sind sie aber vielleicht durch andere Songs geworden. Die „most sampled band of all time“ hat Tone Capone berühmt gemacht, hat Nas und Luniz geholfen, Ice Cube, Kendrick Lamar oder Daft Punk inspiriert.

Mit anderen Worten: Die Band aus New Jersey hat die Popkultur erheblich mitgeprägt. Höchste Zeit, mal wieder zu ihren zehn besten Songs zu grooven. Die zeigen vor allem eins: Wie leichtfüßig die Band zwischen Soul, Jazz, Funk und Pop zu tänzeln wusste.

1. Country Junky (1972)

Von der Platte Good Times stammt der irrsinnig funkige, inhaltlich aber ziemlich finstere Track mit fettem Bläser-Motiv: Hier geht es um einen Heroinsüchtigen aus der Provinz, der sich auf die Suche nach Drogen in der Großstadt begibt. Am Ende bricht die Band das wilde Narrativ auf, hält eine kurze Andacht und lässt das Ding mit einem albernen Gitarrensolo ausklingen. Wild, aber eben auch genial.

2. Summer Madness (1974)

Mit Light Of Worlds schlagen Kool & The Gang nach dem wilden Funk ihrer frühen Tage eine andere Richtung ein. Jazzy, verträumt, mit flirrendem Rhodes, verspielter Funk-Gitarre und ganz viel Fusion-Flavour. Das berühmteste Element ist natürlich dieses luftige Arp-2600-Heulen, das die Nummer letztlich auch in den Rocky-Soundtrack bringt. Bis heute ein Klassiker für den Sonnenuntergang in der Ibiza-Strandbar.

3. Joanna (1983)

Ja, Kool & The Gang konnten auch Balladen. Einer von zahlreichen Beweisen: Joanna, eine zärtliche Funk-Ballade, ein inniges Liebeslied an die Besitzerin eines Straßencafés, das ziemlich soulig daherkommt und von MTV reichlich gespielt wurde.

4. Fresh (1984)

Wie wichtig Kool & The Gang für die Popkultur der Achtziger sind, beweist allein die Tatsache, dass sie mit ihrem Songtitel maßgeblich den Slang dies Jahrzehnts prägen: Plötzlich ist alles fresh. Da schadet es natürlich nicht, dass auch der Song eine ziemlich freshe Funk-Granate ist.

Die größten Hits von Kool & The Gang für Zuhause:

5. Get Down On It (1981)

Get Down On It ist ebenso knuddelig wie raffiniert, feinster selbstbewusster Pop-Funk, der in die glattpolierten Plastik-Achtziger passt wie schlimme Frisuren. Aber bei aller Vorhersehbarkeit kann man sich diesem satten, mitreißenden, makellosen Sound einfach nicht entziehen. Und wer so Hooks raushaut, muss sich eh keine Sorgen machen.

6. Jungle Boogie (1973)

Einer ganzen Generation wurde dieser fiese Groover zwar erst durch Pulp Fiction bekannt. Da hat er aber schon 20 Jahre auf dem Tacho. Furios, fiebrig, fast schon schnappend und hustend im Gesang, voller grandioser Bläser und einer großen Melodie. Vielleicht ihr irrster Song – und ein riesiger Meilenstein des Funk.

7. Steppin’ Out (1981)

Ein besessener Disco-Song, gesungen in einem Falsett, das auch The Weeknd inspiriert hat. Vom Bläser-Intro über die schwerelose Gitarre, die spitzen Riffs bis hin zum gewollt naiven, effektiven Text: Kool & The Gang haben auch außerhalb ihrer Disco-beherrschenden Hits manche Perle in petto.

8. Hollywood Swinging (1974)

Dieser Song wurde öfter gesampelt als man zählen kann. Und das hat natürlich Gründe: Er hat die viszerale Energie von Jungle Boogie, aber irgendwie sogar noch mehr Pop-Appeal. Der Lohn: Mit Hollywood Swinging erreichen Kool & The Gang erstmals Platz eins der R&B-Charts.

9. Ladies Night (1979)

Der erste Hit der Band mit ihrem neuen Sänger James „J.T.“ Taylor – und dann gleich so ein ikonischer Klassiker. Ladies Night ist einer dieser Songs, die wahrscheinlich jeder kennt und zu der auf einer Hochzeit schon mal getanzt wurde. Oder etwa nicht?

10. Celebration (1980)

Kool & The Gang mussten selbst gespürt haben, was für ein großes Potential diese Nummer hat. Er ist einfach, geradlinig, mit beschwingter Stimmung, Synth-Streichern und absoluter Party-Tauglichkeit. Kein besonders anspruchsvoller Song, aber ein besonders ansteckender. Und einer, der sich 30 Wochen lang in den US-Charts hält.

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