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Warum ihr Le Sserafim in Berlin live erleben solltet
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Am 26. Oktober stoppen Le Sserafim in der Uber Arena in Berlin. Wir verlosen hier zwei Tickets und schauen noch einmal, wie sich diese K-Pop-Band nach einem etwas holprigen Start zu einem sehr mitreißenden Liveact gemausert hat.
Stimmt euch für Le Sserafim in Berlin ein:
Le Sserafim sind eigentlich schon seit ihren ersten Singles Fearless und Antifragile aus dem Debütjahr 2022 eine Girlgroup-Instanz im K-Pop. Aber wir haben euch ja bereits in diesem Ritt durch ihre besten Songs erklärt, warum wir Kim Chaewon, Sakura, Huh Yunjin, Kazuha und Hong Eunchae feiern.
Dass sie auch eine gute Live-Band sind, haben Le Sserafim vor allem in den letzten Jahren bewiesen. Und das, obwohl ihr erster Sprung auf die ganz große Bühne eher holprig war. 2024 spielten sie nämlich auf dem Coachella – und wurden danach vor allem im Netz hart kritisiert.
Wobei man an dieser Stelle sagen muss, dass es K-Pop-Acts auf dem Coachella bei YouTube und Co. immer schwer haben. Es gibt einfach so immer noch so viele abgehängte Hater, die sich gewünscht hätten, Coachella wäre weiterhin das Rockfestival, das es vielleicht ganz am Anfang mal war. Und die kotzen sich dann gerne bei YouTube und TikTok unter den Videos aus – vor allem bei K-Pop-Bands.
Leichte Anlaufschwierigkeiten
Die Crowd vor der Bühne war jedenfalls trotzdem on fire, wie man in allen Reviews liest und im Livestream hören konnte. Wobei es auch zur Wahrheit gehört, dass Le Sserafim vor allem am ersten der zwei Wochenenden zu kämpfen hatten. Sie hatten entschieden, auf eine Liveband zu setzen und vor allem überwiegend live zu singen und nur ein paar Backing Tracks zu nutzen.
Kann man machen, aber dann muss man bei einem abendfüllenden Konzert vielleicht die Choreografien ein wenig entschärfen, damit man genug Luft und Stimme hat. Parallel dazu war es noch extrem windig, was es schwer machte, den Sound aus den Monitorboxen auf der Bühne zu hören und auch den Sound für das Publikum verwehte. Wir finden, Le Sserafim haben sich trotzdem wacker geschlagen, aber ja – sie wirkten nervös und manchmal zitterten die Stimmen.
Aber: K-Pop-Bands sind bekannt dafür, hart zu arbeiten und Le Sserafim bekamen die Probleme bei der zweiten Show überwiegend in den Griff. Und legten bei diversen Awardshows und Festivals nach. Trotzdem war es manchmal heartbreaking, wie sie immer wieder darauf angesprochen wurden.
Aber, was eher ungewöhnlich im K-Pop ist: Einige von ihnen gaben offen zu, dass sie Shows in dieser Größe noch nicht gewohnt waren und das gerade am ersten Abend trotz aller Vorbereitung unterschätzt hätten. Kim Chaewon sagte zum Beispiel, sie sei von der Energie und Masse der Crowd überwältigt gewesen und hätte gemerkt, dass die gesamte Band nervös wurde und lange nicht in die Show gefunden hätte.
Schon bei ihrer ersten Arena-Welttournee Easy Crazy Hot im vergangenen Jahr waren Le Sserafim dann aber zu einem mitreißenden Liveact geworden. Gut drei Stunden (wobei man im K-Pop immer Talk-Momente, Video-Einspieler und längere Umbauphasen von der Gesamtzeit abziehen muss) performten sie vor einigen sehr eindrucksvollen Kulissen, hypten das Publikum auf und zeigten eine erstaunliche Kondition. Viele liebten auch ihre Interaktionen mit den Fans und die ruhigen Momente, in denen sogar Herausforderungen wie das erste Coachella oder der Comedown nach einem Konzert thematisiert wurden. Die „Fearnots“, so heißt das offizielle Fandom, waren jedenfalls mehr als zufrieden.
Le Sserafim haben allerdings auch das Glück, das entsprechende Song-Oeuvre für einen abwechslungsreichen Live-Abend zu haben. Was wirklich nicht bei jeder K-Pop-Band gegeben ist. Songs wie CRAZY, Smart, Spaghetti, 1-800-hot-n-fun oder das ziemliche abgefahren Eve, Psyche & The Bluebeard’s Wife funktionieren dabei nicht nur für ein K-Pop-geschultes Publikum – sie könnten auch locker Indie-Fans und eher anglophile Popfans überzeugen, wenn man ihnen nur eine Chance gibt.
Auf ihrer aktuellen Welttournee, die Le Sserafim am 26. Oktober in die Uber Arena nach Berlin führt, steht, wie der Titel schon vermuten lässt, das aktuelle Album Pureflow etwas mehr im Fokus. Und das ist besser, als die etwas weirde Single BOOMPALA (die tatsächlich Macarena sampelt) und das etwas zu sehr im Hardstyle geborgte CELEBRATION vermuten lassen. Wobei selbst diese beiden Songs irgendwie auf krude Weise Spaß machen und sicher Bewegung in die Menge bringen. Fearnots freuen sich derweil vielleicht eher auf das auch in der aktuelle Setlist enthaltene Saki (feat. Aliyah’s Interlude) und das funky klingende iffy iffy.
Sollten wir nun euer Interesse an der Show geweckt haben, könnt ihr bei uns zwei Tickets gewinnen. Schaut dazu einfach auf unserem Instagram-Channel vorbei!