Arlo Parks streckt den Kopf aus den New Yorker Clubs hervor, um ein neues Album anzukündigen. Zwischen Garage, Indie und Dance hat sie ein neues Zuhause gefunden.
Es hat sich schon ein bisschen abgezeichnet: Arlo Parks hat dem Indierock den Rücken zugewandt und steigt nun voll und ganz in das Dance-Genre ein. Keine Sorge – allzu weit weg von dem, was wir an der britischen Arlo Parks so schätzen, wird es trotzdem nicht gehen. Aber die Nacht hat seit dem Debütalbum Collapsed In Sunbeams (2021) immer mehr Faszination ausgeübt. So war schon My Soft Machine, das zweite Album, deutlich elektronischer als sein Vorgänger und trotzdem hat Arlo Parks mit ihrer weichen, facettenreichen Stimme die Platte mit nachdenklichen Zwischentönen gefüllt.
Nun kündigt Arlo Parks ein neues Album an: Ambiguous Desire soll am 03. April bei Transgressive Records erscheinen und sich nun ganz dem Dance hingeben. Einen ersten Einblick gibt die Single 2SIDED. Synthesizer schmiegen sich auf diesem Track an die High-Hat-dominierten Drums, die den Track nach vorne schieben. Arlo Parks beschreibt den Song als ein Lied, das von Sehnsucht und Spannung handle. „Es geht darum, von einem Blitz der Begierde getroffen zu werden“, erklärt Arlo Parks, „und den Mut aufzubringen, dieses Gefühl in Worte zu fassen, um es real werden zu lassen.“
LCD Soundsystem und The Streets
Ihre Vorbilder sind dabei trotzdem dem Indie nah: The Streets Garage-Sound soll sie geprägt haben, ebenso wie die Musik der New Yorker Musiklegenden LCD Soundsystem. Aus der ersten Ankündigung von Arlo Parks geht außerdem schon ein Feature mit Sampha hervor und die Zusammenarbeit mit BROCKHAMPTON-Collaborateur Baird. Auf Instagram schreibt Parks: „An dieser Platte haben so viele talentierte Leute mitgewirkt, aber ich möchte mich ganz besonders bei Baird bedanken – meinem Anker und Partner in Sachen Sound. Wir haben in diesem Loft wirklich etwas Echtes geschaffen, und ohne dein Vertrauen in mich und dieses Album hätte ich das nicht geschafft.“
Nur logisch, dass Arlo Parks sich für dieses Album auch selbst in den Slubs ausgetobt hat und ihre Bedroom-Pop-Anleien hinter sich ließ. Die britische Musikerin erzählt: „Während ich dieses Album aufgenommen habe, habe ich mehr getanzt als je zuvor, mehr Freunde gefunden als je zuvor, mich in den seltsamen Untergrund der New Yorker Juke-Nächte begeben, mich gehen lassen, gelacht und gelacht und gelacht. Dieses Album dreht sich um das Thema Begierde. Sehnsucht ist Lebenskraft, sie ist ein Verlangen, eine Sehnsucht, eine Dynamik – wir alle leben, weil es etwas oder jemanden gibt, den wir wollen – Sehnsucht ist ein Motor. Aber sie ist auch geheimnisvoll, verworren, zufällig, erleuchtend und MENSCHLICH.“