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Foto: Monica Schipper/Getty Images

Bad Bunny bringt in neuem Superbowl Trailer die Welt zum Tanzen

Bad Bunny bittet zum Tanz. In einem neu veröffentlichten Trailer zur kommenden Super Bowl Halftime Show verspricht der puerto-ricanische Superstar nichts Geringeres als Bewegung für alle. „Die Welt wird tanzen“, heißt es am Ende des Clips, der wenige Wochen vor dem Super Bowl LX erscheint. 

Der Trailer zeigt Bad Bunny unter einem blühenden Flammenbaum, er drückt auf seinem Smartphone auf Play, wobei sein Song Baile Inolvidable zu spielen beginnt. Nach und nach gesellen sich unterschiedlichste Menschen zu ihm. Jung und alt, verschiedene Kulturen, verschiedene Körper. Sie tanzen gemeinsam, ohne Choreografie, ohne Regeln in verschiedenen Stilen. Der Clip wirkt wie eine offene Einladung: Wer auch immer du bist, komm dazu.

Bestätigung mit Vorgeschichte

Bereits im vergangenen September wurde offiziell bekannt gegeben, dass Bad Bunny die Halftime Show beim Super Bowl LX übernehmen wird. Die Entscheidung sorgte für Diskussionen. Der dreifache Grammy-Gewinner und vielfache Latin Grammy Preisträger ist der erste spanischsprachige Künstler, der diesen Slot allein bestreitet. Für viele ein Meilenstein, für andere ein Reizthema.

Die Ankündigung fiel in eine politisch aufgeheizte Phase. Kurz zuvor hatte Bad Bunny erklärt, während seiner laufenden Welttournee nicht in den USA aufzutreten. Als Grund nannte er die Angst vor Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE bei Konzerten. Aussagen, die vor allem im rechten politischen Spektrum scharfe Reaktionen auslösten.

Konservative Kritik und alternatives Programm

Die ursprünglich von Charlie Kirk and Bill Montgomery gegründete rechts-konservative Organisation Turning Point USA kündigte als Reaktion eine sogenannte „All American Halftime Show“ an, die parallel zur offiziellen NFL Show stattfinden soll. 

Zudem kursiert eine Online-Petition, die fordert, Bad Bunny durch Country Sänger George Strait zu ersetzen. Diese Petition zählt mittlerweile über 120.000 Unterschriften.


Auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich abfällig und bezeichnete die Entscheidung der NFL als „verrückt“. Ein Berater bestätigte später, dass ICE beim Konzert präsent sein werde. Bad Bunny reagierte auf die Kritik bereits im vergangenen Jahr als Gastgeber von Saturday Night Live mit Humor und Klarheit. Er sprach von einem historischen Moment für Latinos weltweit und fügte auf Englisch hinzu, wer ihn nicht verstehe, habe noch Zeit zu lernen.

Rückendeckung von NFL und Musikindustrie

Die NFL hält an ihrer Entscheidung fest. Commissioner Roger Goodell betonte, die Wahl sei sorgfältig getroffen worden. Auch Jay Z, der über Roc Nation als Musikstratege der Liga fungiert, stellte sich hinter Bad Bunny. Er bezeichnete ihn als inspirierend und erklärte, man fühle sich geehrt, ihn auf der größten Bühne der Welt zu haben.

Was am Ende bleibt, ist ein Trailer, der weniger provozieren als verbinden will. Bad Bunny tanzt, umarmt, lächelt. Keine Parolen, keine Abgrenzung. Nur Rhythmus. Ob die Welt tatsächlich tanzt, wird sich am 8. Februar zeigen. 

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