Tom Morello und Bruce Springsteen zeigen wieder einmal Flagge. Dass es in den USA derzeit reichlich Anlass für politischen Protest gibt, ist kein Geheimnis. Im Zuge der landesweiten Proteste gegen die Einwanderungsbehörde ICE kam es am Freitagabend, dem 30. Januar 2026, auch in Minneapolis zu einer besonderen Solidaritätsaktion: Im legendären First Avenue fand das als Concert of Solidarity & Resistance to Defend Minnesota angekündigte Benefizkonzert statt.
Infos zum Auftritt
Organisiert wurde der Abend von Tom Morello, der das Konzert kurzfristig als Benefizveranstaltung ins Leben gerufen hatte. Der Rage-Against-the-Machine-Gitarrist trat dabei nicht nur als Gastgeber auf, sondern auch als politischer Motor des Nachmittags. Neben Bruce Springsteen gab es zahlreiche prominente Unterstützer – darunter Gitarrenikone Al Di Meola, die Punkrock-Band Rise Against sowie Songwriter Ike Reilly.
Bereits vor Beginn der ersten Auftritte sammelten sich zahlreiche Besucher vor dem Club. Im Innenraum dominierten laut Medienberichten Sprechchöre gegen ICE, noch bevor ein Musiker die Bühne betreten hatte. Das Konzert begann am frühen Nachmittag und war bewusst als Tagesveranstaltung angesetzt, um einen direkten Übergang zur anschließenden Demonstration zu ermöglichen.
Bruce Springsteen: Song als Highlight
Den zentralen Moment des Nachmittags bildete der unangekündigte Auftritt von Bruce Springsteen. Der Musiker betrat allein mit Akustikgitarre die Bühne und spielte seinen wenige Tage zuvor veröffentlichten Song Streets of Minneapolis erstmals live. Das Stück nimmt unmittelbar Bezug auf die Tötungen von Renee Good und Alex Pretti und war erst 48 Stunden zuvor veröffentlicht worden.
Im weiteren Verlauf des Konzerts kehrte Springsteen für gemeinsame Songs mit Tom Morello auf die Bühne zurück. Zusammen spielten sie unter anderem The Ghost of Tom Joad, das beide bereits bei früheren Gelegenheiten gemeinsam aufgeführt hatten. Zum Abschluss versammelten sich sämtliche beteiligten Musiker für eine gemeinsame Version von John Lennons Power to the People.