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Foto: Jeff Kravitz/FilmMagic

Chappell Roan und Wednesday beenden Zusammenarbeit mit Wasserman Music nach Verbindungen in Epstein-Unterlagen

Pop-Queen Chappell Roan und die Indie-Band Wednesday haben ihre Zusammenarbeit mit der Agentur Wasserman beendet. Hintergrund sind kürzlich veröffentlichte Dokumente des US-Justizministeriums, in denen der Name von Agenturgründer und CEO Casey Wasserman im Zusammenhang mit dem Umfeld des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein auftaucht.

Neue Epstein-Dokumente als Auslöser

Ende Januar hatte die US-Regierung weitere Unterlagen im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein veröffentlicht. Darin fanden sich unter anderem E-Mails zwischen Casey Wasserman und Ghislaine Maxwell, einer langjährigen Epstein-Vertrauten, die wegen Beteiligung an sexueller Ausbeutung Minderjähriger verurteilt wurde.

Die Veröffentlichungen lösten innerhalb der Musikbranche eine Reihe von Reaktionen aus. Mehrere Künstler:innen sowie Personen aus dem Agenturumfeld forderten öffentlich Konsequenzen oder stellten ihre Zusammenarbeit mit der Agentur ein.

Chappell Roan zieht klare Konsequenzen

Chappell Roan gab ihren Ausstieg am 9. Februar über ihre Instagram Story bekannt und begründete diesen Schritt in einem ausführlichen Statement. Darin schrieb sie: „Ab heute werde ich nicht länger von Wasserman vertreten, der Talentagentur unter der Leitung von Casey Wasserman.“

Weiter erklärte sie: „Ich lege an meine Teams die höchsten Standards an und habe die Pflicht, sie ebenfalls zu schützen.“ Außerdem betonte sie: „Kein:e Künstler:in, Agent:in oder Mitarbeiter:in sollte jemals erwarten müssen, Handlungen zu verteidigen oder zu übergehen, die so tief mit unseren eigenen moralischen Werten kollidieren. (...)“ Abschließend schrieb sie: „Künstler:innen verdienen eine Vertretung, die mit ihren Werten übereinstimmt und ihre Sicherheit und Würde unterstützt. Diese Entscheidung spiegelt meinen Glauben wider, dass echter Wandel in unserer Branche Verantwortung und Führung erfordert, die Vertrauen verdient.“

Auch Wednesday lösen sich von Agentur

Zuvor hatte bereits die Band Wednesday öffentlich erklärt, sich von Wasserman zu trennen. In einem offenen Statement schrieb die Gruppe: „Angesichts der Umstände sind wir der festen Überzeugung, dass wir den Prozess beginnen müssen, uns von Wasserman zu lösen.“ Als Begründung führten sie weiter aus: „Weiterhin von einer Firma vertreten zu werden, die von Casey Wasserman geführt wird und seinen Namen trägt, widerspricht unseren Werten und kann so nicht weitergehen.“

Gleichzeitig betonte die Band, dass sie die Mitarbeitenden innerhalb der Agentur weiterhin als vertrauenswürdig wahrnimmt und die Entscheidung nicht gegen diese Personen gerichtet sei. Sie fordern gleichzeitig einen Rücktritt von Casey Wasserman, sowie ein Rebranding der Agentur.

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