Der Drummer, der unter anderem in der von Prince gegründeten Band The Time spielte, ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Jellybean Johnson prägte mit seiner Musik vor allem das, was man als den Minneapolis Sound bezeichnet.
Tod zwei Tage nach dem 69. Geburtstag
Die Nachricht über Jellybean Johnsons Tod kam von seiner Familie, wie FOX 9 berichtet. Seine Angehörigen erklärten, dass Garry George Johnson – wie der Drummer mit bürgerlichem Namen hieß – am Freitagabend des 21. November verstorben sei. Das war nur zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag. Eine Todesursache wurde nicht bekanntgegeben.
Johnsons Lebensgefährtin Marty Bragg postete ein gemeinsames Bild auf Johnsons Instagram-Account und schrieb: „Das letzte Foto, das je von mir und der Liebe meines Lebens geschossen wurde. Es ist auch das letzte Foto von Jellybean Johnson, am 19. November 2025, Jellybeans Geburtstag, traurigerweise sein letzter. Und den verbrachten wir, indem wir uns das Purple Rain Musical im State Theatre anschauten. Er liebte es! Ich habe 26 Geburtstage mit dir und du mit mir verbracht. Mein Partner, bester Freund und der beste Vater der Welt.“
Jellybean Johnsons Karriere und Einfluss
Purple Rain ist ein gutes Stichwort, denn Prince war mit Jellybean Johnson eng verbunden. Die beiden lernten sich in ihrer gemeinsamen Heimatstadt Minneapolis kennen, wo sie sich schon im jungen Alter mit anderen Musiker:innen wie Morris Day umgaben. Aus der Band Flyte Tyme, in der Jellybean Johnson zu der Zeit spielte, formte Prince im Alter von 18 Jahren The Time. Prince war zwar selbst nie Teil der Band, arbeitete aber eng mit ihnen zusammen.
Auch in der Folgeband, die Prince gründete, The Family, spielte Johnson Schlagzeug. Bis heute existiert The Family, seit ihrer Reunion 2011. Mit diesen Bands und seiner Arbeit als Produzent, Session-Gitarrist und -Drummer wurde Jellybean Johnson synonym mit der Verbreitung des Minneapolis Sound: einer Mischung aus Funk, Rock und dem Pop der 80er-Jahre. Prince gilt als der bekannteste Vertreter dieses Stils.
Ruhe in Frieden, Jellybean Johnson.