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Thomas Niedermueller/Getty Images

Kraftwerk feiern 50 Jahre „Radio-Aktivität“ – Neuauflage mit Dolby Atmos und Tour-Ankündigung

Fünf Jahrzehnte nach Veröffentlichung ihres wegweisenden Albums Radio-Aktivität kündigen Kraftwerk eine umfassende Jubiläums-Neuauflage an.

Kraftwerk: Legendäres Album

Das ursprünglich 1975 erschienene fünfte Studioalbum gilt als das erste vollständig elektronische Werk der Band und markierte einen entscheidenden Schritt hin zu dem Sound, der die Pop- und Clubmusik nachhaltig prägen sollte.

Für die Neuauflage wurden die originalen 16-Spur-Masterbänder neu bearbeitet. Bandgründer Ralf Hütter arbeitete dafür gemeinsam mit Fritz Hilpert an einem neuen Dolby-Atmos-Mix, der dem Album laut Ankündigung „mehr Tiefe, Detailreichtum und cineastische Dimension“ verleihen soll. 

Info zum Neurelease

Die Jubiläumsedition erscheint am 15. Mai in mehreren Formaten: Geplant sind unter anderem eine Blu-ray mit Dolby Atmos, 5.1- und Stereo-Mixen inklusive Booklet sowie eine limitierte 12-Inch-Picture-Disc auf Vinyl. Parallel wird die neue Abmischung auch auf Streaming-Plattformen verfügbar sein.

Begleitend zur Veröffentlichung erweitern Kraftwerk zudem ihre Multimedia-Tour durch Großbritannien und Irland. Aufgrund hoher Nachfrage wurden zusätzliche Termine angesetzt, darunter mehrere Abende in der Londoner Royal Albert Hall. Die Tour, die ursprünglich 2012 im Museum of Modern Art in New York startete, verbindet Konzert und digitale Installation und umfasst Material aus der gesamten Karriere – von Autobahn bis Computerwelt.

Elektro-Pioniere

Kraftwerk gelten als die zentralen Pioniere der elektronischen Popmusik – eine Band, die nicht nur Klang, sondern auch das Denken über Musik verändert hat. Gegründet Anfang der 1970er-Jahre von Ralf Hütter und Florian Schneider in Düsseldorf, veröffentlichten sie 1970 ihr selbstbetiteltes Debüt Kraftwerk, noch stark geprägt von Krautrock und improvisierten Strukturen. Erst mit späteren Alben wie Autobahn (1974) und vor allem Radio-Activity (1975) entwickelte die Gruppe jenen minimalistischen, vollständig elektronischen Stil, der sie weltberühmt machen sollte. Neben Hütter und Schneider prägten auch Mitglieder wie Karl Bartos und Wolfgang Flür die klassische Phase der Band. Florian Schneider, eine der zentralen Figuren des Projekts, verstarb 2020 – ein Einschnitt für eine Band, die ohnehin stets zwischen Mensch und Maschine oszillierte. Heute ist Ralf Hütter das letzte verbliebene Gründungsmitglied und führt Kraftwerk als Konzept weiter, das längst über einzelne Personen hinausgewachsen ist.

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