
Nach einer einjährigen musikalischen Pause meldet sich Lizzo mit ihrer neuen Single Love In Real Life zurück – und überrascht mit einem unerwarteten Stilwechsel. Der Song ist eine Hommage an die Indie-Rock-Sounds der 2000er und zeigt die Künstlerin von einer neuen Seite.
Bereits in den letzten Wochen hatte Lizzo ihre Fans mit mysteriösen Instagram-Posts neugierig gemacht. Unter anderem sprühte sie ein auffälliges „Bye Bitch“-Graffiti auf das Cover ihres letzten Albums Special und ergänzte die Caption „Ende einer Ära“. Nun ist der erste Song dieser neuen Phase da.
Zwischen Euphorie und Einsamkeit
Die Single Love In Real Life handelt von der Suche nach echter Liebe in einer Welt voller Oberflächlichkeit und Online-Connections. Der Song startet mit einem treibenden Gitarrenriff und steigert sich in einen mitreißenden Refrain, der eine Mischung aus Sehnsucht und Ekstase transportiert. Lizzo singt über die Einsamkeit inmitten der Menge und die Hoffnung, jemanden zu finden, der wirklich sieht, wer man ist.
Das dazugehörige Musikvideo, das von Colin Tilley inszeniert wurde, zeigt Lizzo in einem vollen Club, wo sich die Feiernden langsam in verzerrte, fast gespenstische Figuren verwandeln. Doch anstatt in Panik zu geraten, nimmt sie die Situation in die eigene Hand – mit einer kraftvollen Choreografie und rebellischer Energie.
Comeback mit Schattenseiten
Trotz der Euphorie um ihre neue Musik steht Lizzo weiterhin im Fokus der Medien. Im vergangenen Jahr sah sie sich mit mehreren Klagen ehemaliger Mitarbeiterinnen konfrontiert, die Vorwürfe der sexuellen Belästigung und eines toxischen Arbeitsumfelds erhoben.Die Sängerin wies die Anschuldigungen entschieden zurück und erklärte in den sozialen Medien, dass diese „so unglaublich klingen, wie sie sind, und zu absurd, um unbeantwortet zu bleiben“. Später folgte eine formelle Zurückweisung vor Gericht.
Eine weitere Klage wurde im September 2023 von Asha Daniels eingereicht, die während Lizzos Tour in der Garderobenabteilung tätig war. Sie gab an, bei extrem langen 20-Stunden-Schichten kaum Pausen erhalten zu haben und rassistische sowie abwertende Kommentare aus ihrem Arbeitsumfeld mitbekommen zu haben. Im Dezember 2024 entschied ein kalifornischer Bundesrichter jedoch, dass Daniels Lizzo nicht direkt verklagen könne, da als Arbeitgebende die Produktionsfirma und das Lohnunternehmen der Musikerin verantwortlich sei, nicht Lizzo selbst.