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Foto: Jeff Kravitz/FilmMagic

Ludwig Göransson gewinnt Oscar für die Filmmusik von „Sinners“

Der schwedische Komponist Ludwig Göransson wurde bei der 98. Verleihung der Academy Awards mit dem Preis für Best Original Score ausgezeichnet. Prämiert wurde seine Arbeit am Film Sinners. Für Göransson ist es bereits der dritte Oscar seiner Karriere und insgesamt die fünfte Nominierung.

Die Kategorie war auch 2026 hochkarätig besetzt. Göransson setzte sich gegen mehrere renommierte Komponist:innen durch. Nominiert waren außerdem Alexandre Desplat für den Film Frankenstein, Jerskin Fendrix für Bugonia, Jonny Greenwood für One Battle After Another sowie Max Richter für Hamnet.

Ergreifende Dankesrede

Den Preis erhielt Göransson im Dolby Theatre in Hollywood aus den Händen der wiedervereinten Besetzung der Komödie Bridesmaids. In seiner Rede erinnerte er sich an den Moment, der seine musikalische Laufbahn überhaupt erst möglich machte: „Mein Vater kaufte 1964 in Schweden sein erstes Bluesalbum. Es war eine Platte von John Lee Hooker“, erzählte Göransson. Obwohl die Musik aus einer Welt kam, die seinem Vater damals völlig fremd war, habe sie dessen Leben verändert. „Die Musik war so kraftvoll, dass mein Vater sein ganzes Leben der Musik widmete.“ Als Göransson etwa sieben Jahre alt war, legte ihm sein Vater schließlich eine Gitarre in die Arme, die schließlich mehr als ein Instrument war: „Die Gitarre wurde alles für mich“, sagte er. Sie habe ihm zahlreiche Türen geöffnet und ihn schließlich auch in die Vereinigten Staaten geführt.

Dank an Ryan Coogler

Am Ende seiner Rede dankte Göransson besonders dem Regisseur Ryan Coogler, mit dem er bereits mehrfach zusammengearbeitet hat. „Ryan, danke für deine Vision und dafür, dass du einen Film gemacht hast, der bei Menschen auf der ganzen Welt Anklang gefunden hat.“

Sinners war bei den Oscars 2026 ohnehin eines der dominierenden Werke des Abends. Der Film erhielt insgesamt 16 Nominierungen und stellte damit einen neuen Rekord für die meisten Nennungen eines einzelnen Films auf. Am Ende gewann die Produktion vier Auszeichnungen, darunter Best Actor für Michael B. Jordan sowie Best Original Screenplay für Coogler selbst.

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