news
My Chemical Romance von Dallas Cowboys Cheerleader verklagt!
Blau-weiße Uniformen, Pompons, dann Gewehrattrappen: Was My Chemical Romance in der Hollywood Bowl auf die Bühne stellten, gefällt nicht allen. Pro Silver Star Ltd., der die Marke Dallas Cowboys Cheerleaders gehört, hat vor einem Gericht in Dallas County eine einstweilige Verfügung beantragt. Vertreten wird die Firma von Anwalt Alex Spiro.
Was My Chemical Romance auf der Bühne zeigten
Die Szene lief am 21. Oktober während Teenagers, am ersten von fünf ausverkauften Abenden in Los Angeles. Tänzerinnen in den Farben der Dallas Cowboys Cheerleaders betraten die Bühne, griffen zu Waffenattrappen und lieferten sich ein fingiertes Gefecht. Am Ende wurden sie erschossen dargestellt und krochen von der Bühne.
Die Show spielt in einer erfundenen Diktatur und arbeitet mit Pyrotechnik. Gerard Way, sein Bruder Mikey Way, Frank Iero und Ray Toro führen darin ihr Album The Black Parade in voller Länge auf, dessen Erscheinen sich zum zwanzigsten Mal jährt. Mit den fünf Terminen sind My Chemical Romance die erste Band, die fünfmal hintereinander in der Hollywood Bowl gespielt hat.
Was die Klägerin My Chemical Romance vorwirft
Pro Silver Star führt Markenrechte an. Die Kostüme übernähmen die Kennzeichen des Originals bis hin zu weißen Stiefeln und der weißen Weste mit blauen Sternen. Publikum und Kommentatoren hätten die Tänzerinnen für die echte Truppe gehalten und entsprechende Aufnahmen in sozialen Netzwerken verbreitet. Eine echte Cheerleaderin hat sich inzwischen selbst gemeldet: Kylie Dickson sprach in einem mittlerweile nicht mehr öffentlichen TikTok-Video von einem ausgesprochen bizarren Auftritt und stellte klar, dass die Cheerleaderinnen damit nichts zu tun hätten.
Die Firma verlangt nicht, dass die Szene entfällt, sondern nur, dass die Uniform dabei nicht getragen wird. Eine Abmahnung ging der Klage voraus, die Band wies sie zurück. Auch am 23. Oktober liefen die Tänzerinnen wieder in denselben Uniformen auf. Von der Band und von Live Nation liegt keine Stellungnahme vor, ob das Gericht die Verfügung erlassen hat, ist offen. Die Tour läuft noch bis zum 23. November.