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Olivia Rodrigo über KI in ihrer Musik: „Absolut nicht. Harte Grenze.“
Die Frage stellt sich inzwischen jedem Popstar, und die meisten antworten vorsichtig. Olivia Rodrigo nicht. In einer Titelgeschichte des Hollywood Reporter, erschienen am Mittwoch, wurde die Sängerin gefragt, ob künstliche Intelligenz in ihrem Arbeitsprozess vorkomme. Ihre Antwort: „Ich würde niemals KI in meiner Musik einsetzen. Absolut nicht. Harte Grenze.“
Olivia Rodrigo: Ein Selbstversuch
Ganz unberührt davon ist sie nicht geblieben. Einmal, erzählt Olivia Rodrigo, saß sie mit ihrem Produzenten Dan Nigro zusammen, und die beiden wollten es wissen: „Mensch, mal sehen, welche Ideen ChatGPT für einen Olivia-Rodrigo-Songtitel hätte.“
Das Urteil fiel knapp aus. „Die waren alle beschissen.“ Weiter als bis zu diesem Experiment ist sie nie gegangen. Ihr drittes Album you seem pretty sad for a girl so in love erschien im Juni und entstand wie die beiden Vorgänger in enger Zusammenarbeit mit Nigro.
Drei Singles gingen voraus: Drop Dead im April, The Cure im Mai und Stupid Song im Juli. Seit Ende September ist Rodrigo auf der Unraveled Tour unterwegs, die bis Mai 2027 durch Europa und Nordamerika führt. Ein Teil der Tickets kostete dabei erneut nur 20 Dollar.
Warum das Thema gerade jetzt brennt
Olivia Rodrigos Aussage fällt in ein Jahr, in dem die Branche über wenig anderes streitet. Generative Musikdienste wie Suno stehen unter Beschuss, Künstler:innen werfen ihnen vor, ihre Modelle mit nicht lizenzierten Aufnahmen trainiert zu haben. Gleichzeitig fluten tausende maschinell erzeugte Titel die Streamingdienste.
Dass Rodrigo so deutlich wird, hat noch einen zweiten Grund: Über den Sommer kursierten Gerüchte, sie sei mit einem Investor aus der KI-Branche liiert. Im selben Interview räumte sie auch damit auf und nannte die Spekulationen übergriffig.
Olivia Rodrigo und ihr eigenes Festival
Das Gespräch führte der Hollywood Reporter kurz nach dem ersten Daisy Chain Fields, dem von Olivia Rodrigo gegründeten Festival mit Schwerpunkt auf Musikerinnen. Auf der Bühne standen unter anderem Stevie Nicks, Alanis Morissette, Sarah McLachlan und Karen O.
Nicks nennt Rodrigo ihr Vorbild, McLachlan den Anstoß für die Festivalgründung. Und über Morissettes Jagged Little Pill sagt sie, ohne diese Platte klänge ihre eigene Musik anders.