Er gehört zu den renommiertesten Musikpreisen: der britische Mercury Prize. Jedes Jahr zeichnet er nur ein einziges Album aus, und bringt in der Shortlist jedes Jahr Newcomer:innen mit alt eingesessen Musiklegenden zusammen.
Der Kompass für die besten Alben des letzten Jahres ist wieder da, denn die Shortlist vom Mercury Prize wurde veröffentlicht. Der britische Preis trägt die zwölf besten Alben aus Großbritannien und Irland zusammen und entscheidet: Welches Album war am besten? Dabei haben Nachwuchstalente eine eben so große Chance auf den Sieg, wie große Namen. Jedes Jahr werden die Karten von einer unabhängigen Jury neu gemischt, zu der unter anderem Danielle Perry, Jamie Cullum, Jamz Supernova und Sian Eleri gehören. Im letzten Jahr gehörten Beth Gibbons, The Last Dinner Party, Cat Burns und Corinne Bailey Rae zu den Nominierten, wobei English Teacher den Preis für ihr Debütalbum This Could Be Texas mit nach Hause nehmen konnten.
Zwölf Musikhighlights des Jahres
Wie jedes Jahr sind auch 2025 einige Namen in der Liste, die zumindest in Deutschland bisher noch unter dem Radar laufen. Jacob Alon zum Beispiel: Der schottische Singer-Songwriter ist für sein Debütalbum In Limerence nominiert. Auch nicht ganz so kommerziellen Genres werden berücksichtigt. Emma-Jean Thackray ist mit ihrem Album Weirdo unter den Anwärter:innen und steht einmal mehr für Jazz im Mainstream ein. Auch Joe Webb kommt aus dem Jazz. Der Pianist geht mit dem Album Hamstrings & Hurricanes ins Rennen um den Mercury Prize.
Für den Preis sind aber auch einige ehemalige Sieger:innen nominiert. Wolf Alice und Pulp sind keine Unbekannten beim Mercury Prize, da beide Bands bereits dreimal in der engeren Auswahl standen. Wolf Alice gewannen 2018 für ihr zweites Album Visions of a Life den Mercury Prize, während Pulp 1996 für Different Class die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen konnten – es ist bei ihnen also schon eine ganze Weile her. CMAT und Sam Fender standen in der Vergangenheit mit ihren zweiten Alben in der engeren Auswahl um den Mercury Prize, während FKA twigs und Fontaines D.C. mit ihren Debütalben nominiert waren. Nun sind sie erneut im Wettkampf.
Neben der Preisverleihung organisiert Generator – die führende Musikagentur im Norden – den Mercury Prize Newcastle Fringe: eine Feier der regionalen Musikszene und Veranstaltungsorte im Nordosten. Vom 9. bis 15. Oktober wird der Mercury Fringe die Region mit Live-Musik und neuen Austauschmöglichkeiten beleben, um nicht nur die Talente ins Rampenlicht zu stellen, sondern auch alle anderen einzubeziehen: von lokalen Schulen und Musikzentren bis hin zu aufstrebenden Künstler:innen, Talentnetzwerken, etablierten Musiker:innen, Kulturorganisationen und Musikliebhabenden, die begierig sind, etwas Neues zu entdecken.
Alle Nominierungen
CMAT – EURO-COUNTRY
Emma-Jean Thackray – Weirdo
FKA twigs – EUSEXUA
Fontaines D.C. – Romance
Jacob Alon – In Limerence
Joe Webb – Hamstrings & Hurricanes
Martin Carthy – Transform Me Then Into A Fish
Pa Salieu – Afrikan Alien
PinkPantheress – Fancy That
Pulp – More
Sam Fender – People Watching
Wolf Alice – The Clearing