Radiohead kehren zurück auf die Bühne – und sprechen im Zuge der anstehenden Shows auch über ihre Zukunft.
In einem neuen Interview mit der Times zeigen sich Thom Yorke und Jonny Greenwood betont vorsichtig, wenn es um das Thema geht, das alle Fans brennend interessiert. Wir sprechen hier natürlich übe die Möglichkeit neuer Musik.
Radiohead: Neue Musik?
Ob nach sieben Jahren Pause bald neue Musik komme? „Ich weiß es nicht“, sagt Greenwood. Yorke ergänzt: „Wir haben noch nicht über die Tour hinausgedacht. Ich bin einfach erstaunt, dass wir es überhaupt bis hierher geschafft haben.“
Die Rückkehr der Band beginnt am 4. November mit einer Serie von vier Nächten in Madrid, Bologna, London, Kopenhagen und Berlin. Es sind die ersten Radiohead-Konzerte seit 2018 – und alle waren in kürzester Zeit ausverkauft.
„Die Räder sind uns ein bisschen abgefallen, also mussten wir anhalten“, erklärt Yorke den langen Stillstand. „Es gab viele Faktoren. Die Shows waren großartig, aber es fühlte sich an, als stünden wir kurz vor der Klippe.“ Nun steht die Band wieder gemeinsam auf der Bühne, ohne neues Material, dafür mit einem auf 65 Songs eingedampften Repertoire, das sie gerade „panisch wieder lernen“.
Setlist und anderes
Über die Setlists entscheidet ein „Komitee“ aus Yorke, Ed O’Brien und Philip Selway, meist erst kurz vor Showbeginn. „Wir haben einfach zu viele Songs“, sagt Yorke.
Das letzte Album der Band erschien 2016: A Moon Shaped Pool. Seitdem ist viel passiert – nur keine neue Musik von Radiohead. Sieben Jahre lang beschäftigten sich die Mitglieder mit Soloprojekten, Nebenbands und Soundtracks: Thom Yorke veröffentlichte zwei Soloalben und schrieb Filmmusik, Jonny Greenwood gründete mit Yorke The Smile, Ed O’Brien brachte sein eigenes Album heraus, Philip Selway arbeitete als Songwriter, Colin Greenwood spielte Bass bei Nick Cave.