Freddie Mercury hatte eine geheime Tochter – das behauptet eine neue Biografie. In Love, Freddie schildert eine heute 48-jährige Frau, sie sei das leibliche Kind des Queen-Sängers, der 1991 an den Folgen von AIDS verstarb. Laut ihrer Darstellung wurde sie 1976 aus einer Affäre zwischen Mercury und der Ehefrau eines engen Freundes gezeugt. Der Musiker habe von Anfang an von der Schwangerschaft gewusst und sich über Jahre hinweg liebevoll um seine Tochter gekümmert.
Alles, was wir bisher wissen
Die Frau, die in dem Buch nur unter dem Kürzel „B“ auftritt, arbeitet heute als medizinische Fachkraft in Europa und möchte anonym bleiben. In einem persönlichen Brief an die Biografin Lesley-Ann Jones beschreibt sie die Beziehung zu ihrem Vater als außergewöhnlich eng: „Freddie Mercury war und ist mein Vater. Wir hatten vom Moment meiner Geburt an und über die letzten fünfzehn Jahre seines Lebens hinweg eine sehr enge und liebevolle Beziehung.“
Dass Mercury die Vaterschaft geheimgehalten hatte, habe nichts an seiner liebevollen Art geändert: „Es minderte nie sein Engagement, mich zu lieben und für mich da zu sein. Er hat mich wie einen wertvollen Schatz gehütet.“
Freddie Mercury: Biografin war zunächst skeptisch
Als Beleg nennt sie 17 handschriftliche Tagebücher, die Freddie Mercury ihr überlassen habe. Die Aufzeichnungen beginnen am 20. Juni 1976, nur zwei Tage nach Veröffentlichung der Queen-Single „You’re My Best Friend“, und reichen bis zum Juli 1991 – wenige Monate vor seinem Tod. Sie sollen persönliche Erinnerungen, Gedanken und Reflexionen aus seinem gesamten Leben enthalten.
Die Biografin Lesley-Ann Jones zeigte sich zunächst selbst skeptisch gegenüber der Geschichte einer unehelichen Tochter von Freddie Mercury. „Mein erster Impuls war, alles anzuzweifeln“, sagte sie der Daily Mail. Doch nach über drei Jahren Zusammenarbeit mit „B“ sei sie überzeugt: „Ich bin absolut sicher, dass sie keine Fantastin ist. Niemand hätte all das fälschen können. Warum hätte sie drei Jahre mit mir zusammenarbeiten sollen, ohne je etwas zu verlangen?“
Offizielle Stellungnahmen aus Freddie Mercurys Umfeld, etwa von den verbliebenen Queen-Mitgliedern Brian May und Roger Taylor oder seiner langjährigen Freundin Mary Austin, gibt es bislang nicht. Auch von Seiten des Queen-Managements liegt bisher keine Reaktion vor.