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Ein restaurierter Konzertfilm von John Lennon und Yoko Ono kommt wieder in die Kinos. Die neu überarbeitete Fassung dokumentiert die sogenannten One To One-Konzerte, die das Paar am 30. August 1972 im Madison Square Garden in New York spielte.
John Lennon & Yoko Ono: Infos zum Film
Der Film trägt den Titel Power To The People: John & Yoko / Plastic Ono Band with Elephant’s Memory and Special Guests – Live at the One To One Concert, New York City, 1972 und wird am 29. April und 3. Mai weltweit in ausgewählten Kinos gezeigt. Die Aufnahmen wurden ursprünglich von Regisseur Steve Gebhardt gefilmt. Für die neue Version wurde das Filmmaterial aufwendig restauriert und neu abgemischt.
Laut dem Produktionsteam wurde das Material sowohl physisch als auch digital Bild für Bild gereinigt. Die Restaurierung erfolgte unter der Leitung von Sean Ono Lennon gemeinsam mit einem Grammy-prämierten Team.
John Lennon: Historische Phase
Die beiden Auftritte – eine Nachmittagsvorstellung und eine Abendshow – waren Lennons einzige vollständigen Konzerte nach der Auflösung der Beatles und zugleich die letzten gemeinsamen Bühnenauftritte von John Lennon und Yoko Ono.
Historisch markieren die One To One-Konzerte eine besondere Phase in Lennons Karriere. Nach der Trennung der Beatles 1970 hatte er sich stärker politisch positioniert und war gemeinsam mit Yoko Ono Teil der New Yorker Protest- und Aktivistenszene geworden. Die Konzerte waren zugleich Benefizveranstaltungen zugunsten von Kindern mit Behinderungen und verbanden Musik mit politischem Engagement. Mehr als 40.000 Zuschauer besuchten die beiden Shows im Madison Square Garden, insgesamt wurden über 1,5 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke gesammelt.
Sean Ono Lennon ist verantwortlich
Für Sean Ono Lennon besitzt das Material auch eine persönliche Bedeutung. Das Konzert sei der letzte große Liveauftritt seines Vaters gewesen. John Lennon habe damals zwar über neue Tourpläne nachgedacht, dazu sei es jedoch nie gekommen. Die Aufnahmen aus dem Madison Square Garden bleiben deshalb eines der wichtigsten Dokumente aus seiner späteren Karriere.
Die neue Kinofassung erscheint zudem in einer Phase erneuten Interesses an John Lennons New-York-Jahren. Erst im vergangenen Jahr wurde ein umfangreiches Boxset mit 123 Songs veröffentlicht, das seltene und unveröffentlichte Aufnahmen aus dieser Zeit versammelt. Yoko Ono beschrieb die One To One-Konzerte in diesem Zusammenhang als Ausdruck ihres politischen Engagements: Rockmusik sollte nicht nur Unterhaltung sein, sondern auch ein Mittel, um Botschaften über Frieden und gesellschaftlichen Wandel zu transportieren.