Roger Waters baut eine Pink-Floyd-Show – spielen lässt er seinen Sohn

Roger Waters mit Mikrofon
Jim Dyson/Getty Images

Vor vier Jahren warf Roger Waters seinen Sohn Harry aus der Tourband. Jetzt steht dessen Name über einer Produktion, die Waters selbst entworfen hat. Roger Waters Presents Legacy – A Pink Floyd Show startet am 15. Februar 2027 in Columbus, Georgia, und umfasst mehr als hundert Termine in Nordamerika. Europa soll folgen. Auf der Bühne wird der Vater nicht zu sehen sein.

Roger Waters: Was auf der Bühne passiert

Harry Waters führt eine zehnköpfige Band und übernimmt Hammond-Orgel, Klavier und Gesang. Gespielt wird ausschließlich Material aus den Jahren 1971 bis 1979, also aus The Dark Side of the Moon, Wish You Were Here, Animals und The Wall. Die Setlist haben Harry Waters und Schlagzeuger Graham Broad gemeinsam zusammengestellt, der Abend dauert über zwei Stunden.

Dazu kommen Bildmotive, die Roger Waters während seiner Zeit bei Pink Floyd entwickelt hatte, projiziert auf hochauflösende LED-Wände. Zur Besetzung gehören unter anderem Edo Scordo und Antonello Pudva an den Gitarren, Dahniel Knight am Bass sowie Eva Avila und Genevieve Little im Hintergrundgesang. Für Roger Waters' Gesangsparts suchte die Produktion weltweit; den Zuschlag bekam der aus Kanada stammende und in Nashville lebende Broadbridge nach einem Vorsingen an einem freien Tag von Harrys Primus-Tour.

Roger Waters: Warum die Besetzung bemerkenswert ist

Harry Waters, Jahrgang 1976, ist seit Jahrzehnten Musiker und spielte lange in der Band seines Vaters. 2022 trennten sich die Wege: Er schloss sich der israelischen Pink-Floyd-Tributeband Echoes an und trat mit ihr The Wall auf, während Roger Waters wegen seiner politischen Äußerungen zunehmend in der Kritik stand. 

Dass beide nun gemeinsam eine Produktion ankündigen, ist deshalb mehr als eine Terminmeldung. „Diese Songs haben so vielen Menschen so lange so viel bedeutet, und ich freue mich darauf, dass das Publikum wieder zusammenkommt und sie live erlebt“, sagt Roger Waters. „Harry hat eine großartige Band zusammengestellt.“ Sein Sohn beschreibt den Zugang anders, nämlich über die Musik selbst: „Ich habe mich sofort in diese Musik verliebt. Sie hat mich geprägt, ganz unabhängig davon, dass es die Musik meines Vaters war. Ich liebe sie bis heute.“

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