Kaum zu glauben, aber wahr: Blondies siebtes Album No Exit hatte bisher noch keine offizielle Pressung auf Vinyl, obwohl es schon 26 Jahre alt ist. Das ändert sich aber nun! Das ganze Album kommt in remasterter und erweiterter Form zurück.
Hier gibt's das gute Stück:
Egal, ob als schwarze 180-Gramm-Platte, kristallklare Vinyl oder als CD: No Exit kommt mit einem Booklet aus seltenen, teilweise unveröffentlichten Fotos und ausführlichen Liner-Notes daher. Neben den ursprünglichen 14 Tracks gibt es nun eine ganze Disc voller Remixes. Darunter ist auch der Song Hot Shot, der damals auf späteren Veröffentlichungen des Albums als Bonustrack dabei war. Jetzt ist er endlich im David Wrench 2025 Mix erhältlich und seit heute auch schon als Vorab-Single zu hören.
Ein verspieltes Comeback
In der Blondie-Diskographie hält No Exit eine besondere Position, da es im Jahr 1999 und damit 17 Jahre nach ihrem letzten Album The Hunter erschien. Ein klassisches Comeback-Album also! Mit Songs wie dem ikonischen Maria zeigten Blondie, dass sie auch nach langer Pause immer noch einen der größten Hits ihrer Karriere liefern konnten.
Auch spielten Blondie wieder mit verschiedenen Genres, darunter dieses Mal Rap, Country, Reggae oder Southern Rock. Dass die Band aus wandelbaren, versierten Musiker:innen besteht, hatten sie ja schon oft genug bewiesen. Hier zeigt sich ihr Faible fürs verspielte Ausprobieren aber nochmal besonders klar. Metal-Gitarren, ein Dracula-Intro und ein Feature von unter anderem Coolio und Mobb Deep? Der Titeltrack No Exit vereint all diese Dinge. Out In The Streets wiederum ist ein Cover eines Songs der Shangri-Las.
Türen wieder öffnen
Es ist nicht eines der Blondie-Alben, über das am meisten gesprochen wird. Aber gerade deswegen ist es spannend, sich nochmal vor Augen zu führen, wie Blondie Ende der 90er klangen. Wie die Band selbst es auf Instagram formuliert: „Some doors are meant to be re-opened“ („Manche Türen sind dafür bestimmt, wieder geöffnet zu werden“).