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Foto: Kevin Winter/Getty Images for dcp

7 Ausnahmestars des K-Pop: Die BTS Members im Überblick

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Jin, Suga, J-Hope, RM, Jimin, V und Jung Kook sind endlich wieder als BTS-Einheit unterwegs. Am 20. März kommt ihr neues Album ARIRANG und im Sommer kann man sie sogar live in Europa erleben. Vorausgesetzt, man überlebt das Ticket-Vorverkaufs-Blutbad. Zur Feier des Comebacks schauen wir in diesem Feature noch einmal darauf, was die einzelnen BTS-Members eigentlich so besonders macht. ARMY-Member wissen das natürlich alles, aber für alle anderen hier ein kurzer Blick auf diese sieben außergewöhnlichen Musiker. 

Holt euch hier das neue BTS-Album auf Vinyl:

RM (geboren am 12. September 1994): Der kunstinteressierte Leader

BTS ist bekanntlich die Abkürzung für Bangtan Sonyeondan, was eigentlich im Deutschen so was wie „kugelsichere Pfadfinder“ bedeutet, von der Band seit 2017 aber gerne als „Jenseits der Szene“ übersetzt wird. Das soll die Entwicklung unterstreichen, die BTS mit den Jahren durchgemacht haben – und tatsächlich steht ihre Karriere ja schon lange jenseits irgendwelcher Szenen.

Warum wir das hier erzählen? Vielleicht weil BTS mit RM ihren Anfang nahmen und er wirklich aus der koreanischen Underground-Hip-Hop-Szene heraus zum Bandleader der erfolgreichsten K-Pop-Band aller Zeiten gewachsen ist. RM veröffentlichte seine ersten Tracks als Runch Randa und wurde 2010 von einem Produzenten von Big Hit Entertainment entdeckt. Der wiederum organisierte eine Audition bei Big-Hit-CEO Bang Si-hyuk, der ihn unter Vertrag nahm und beschloss, eine Hip-Hop-Gruppe zu gründen – mit RM als erstes Mitglied und als Bandleader.

Das ist bis heute seine Rolle: Aber RM ist auch Songwriter und Musikproduzent und Mitglied der renommierten Korea Music Copyright Association. Wer ihm bei Instagram folgt, merkt außerdem, dass RM sehr kunstinteressiert ist und gerne durch Museen und Galerien zieht. Sein letztes Soloalbum Right Place, Wrong Person wiederum zeigte, dass er sich auch mit Jazz und Oldschool-HipHop auskennt. 

Jin (geboren am 4. Dezember 1992): Der schöne Schauspieler

Jin ist selbst in diesem Kreis schöner Menschen ein Hingucker. Tatsächlich wurde er Anfang der Zehnerjahre wegen seines Aussehens von einem Talent-Scout von Big Hit auf der Straße angesprochen. Das passierte ihm nicht zum ersten Mal. Schon in der High School buhlte SM Entertainment um ihn – aber Jin lehnte dankend ab. Als er bei BTS einstieg, studierte er bereits Schauspiel in Seoul – und beendete das Studium trotz K-Pop-Karriere. Singen und Tanzen konnte Jin damals übrigens noch nicht – was man heute kaum glauben mag. Nicht nur da hat er aufgeholt: Auch das Songwriting und das Klavierspiel hat er sich mit den Jahren ein wenig draufgeschafft.

Musikalisch fühlt sich Jin im dramatischen Pop am wohlsten: Das weiß man, wenn man seine Live-Performances von Epiphany kennt, oder seinen mit Coldplay geschrieben Song The Astronaut, den sie zusammen live im Rahmen einer Coldplay-Show in Buenos Aires vorstellten.

Suga (geboren am 9. März 1993): Der Emo-Rapper und Produzent

Das Wort „Emo“ ist ja inzwischen ein wenig negativ aufgeladen, aber bei Suga passt es halt irgendwie doch. Wer BTS für glatte Sunnyboys hält, muss nur mal ein paar von Sugas Solosongs hören, oder ihm beim Rappen lauschen. Auch seine Produktionen sind oft dark, moody und aggressiv. Suga war wie RM vorher im Underground-Rap unter einem anderen Namen unterwegs – er nannte sich Gloss. Mit Rap angefixt hatte ihn die koreanischen Band Epik High.

2010 unterschrieb Suga bei Big Hit, machte beim Trainee-Programm mit und wurde nach RM zweites BTS Member, obwohl er eigentlich eher angestrebt hatte, nicht selbst auf der Bühne zu stehen, sondern Produzent und Songwriter zu sein. Irgendwie merkt man das bis heute – aber im guten Sinne. Suga liefert eher durch sein Können, als durch das Ins-Rampenlicht-Drängeln ab und ist in Sachen Produktions-, Rap- und Songwriting-Skills sicher einer der versiertesten in der Band. Auch er ist neben RM (aber auch J-Hope und Jung Kook) Mitglied der Korea Music Copyright Association. 

J-Hope (geboren am 18. Februar 1994): Der Rapper und Ausnahmetänzer

Nach RM und Suga stieß J-Hope Ende 2010 ins Big-Hit-BTS-Team. J-Hope hatte sich damals als Ausnahmetänzer einen Namen gemacht und war Teil des Ensembles Neutron. Ins K-Pop-Game kam er zunächst durch ein Trainingsprogramm der Produktionsfirma JYP Entertainment, die damals noch weit größer waren als Big Hit. Dort war J-Hope von 2009 bis Ende 2010 Trainee, sah seine Chance dann aber doch eher bei der noch frischeren Produktionsfirma.

J-Hope schaffte es in den letzten Jahren immer mehr, seine Rap- und Songwriting-Skills zu verfeinern – und auch wenn uns das die Suga-Stans übelnehmen werden, finden wir, dass seine letzten zwei Soloalben musikalisch fast überzeugender waren als Sugas aktueller Output. Außerdem hatte er massive Mainstream-Hits wie diesen hier:

Jimin (geboren am 13. Oktober 1995): DIE Stimme unter den Stimmen

Jimin hat offiziell die Rolle des Lead-Sängers und -Tänzers – und warum das so ist, wissen alle, die BTS schon mal live erlebt haben, seinen BTS-Song Lie kennen, oder aber das Video zu Set Me Free Pt. 2 gesehen haben, das unserer Meinung nach eine der besten K-Pop- Tanz-Performances der letzten Jahre zeigt.

Bei Jimin sind Stimm- und Körperbeherrschung gleichermaßen eindrucksvoll. Letztere resultiert auch daraus, dass er an der Kunsthochschule von Busan Contemporary Dance und Ballett studierte. Auf Anraten seines damaligen Lehrers bewarb er sich bei Big Hit und kam 2012 an Bord. Auch er beendete sein Studium in den Folgejahren und beeindruckte bald nicht nur durch seine Tanz-Skills sondern auch durch seine hoch melodischen Gesangsperformances und sein natürliches Bühnencharisma, das er auch in diversen Moderationsjobs im koreanischen Fernsehen zeigte. 

V (geboren am 30. Dezember 1995): Der Crooner mit dem Schlafzimmerblick

Ja, der Zwischentitel ist ein wenig cheeky. Aber hey: Tut doch nicht so, als würdet ihr das nicht unterschreiben, nachdem ihr euch noch mal die Videos zu FRI(END)S oder Rainy Days angeschaut habt. V kam auch über ein Casting zu Big Hit und ist das zweitjüngste Member der Band. Er ist mit seiner natürlichen Coolness oft ein Blickfang der Band und bringt mit seiner bisweilen recht tiefen Stimme eine tolle Klangfarbe in den BTS-Sound. Wie eigen seine Stimme ist, kam dann vor allem bei seinen Solosongs durch, die zeitweise sehr atmosphärisch-jazzig waren und ihn fast wie einen Crooner inszenierten. Ein Live-Highlight ist oft seine Solo-Nummer Singularity, die ebenfalls seine tiefe Liebe zum Jazz highlightet.

Jung Kook (geboren am 1. September 1997): Das Alleskönner-Nesthäkchen

Er ist der jüngste der Band und kam dank RM zu Big Hit. Jung Kook hatte 2011 an der TV-Casting-Show Superstar K teilgenommen. Die gewann er zwar nicht, aber er hinterließ einen bleibenden Eindruck: Angeblich bekam er Angebote von sieben Produktionsfirmen. Dass er sich für Big Hit entschied, lag dann eben an RM: Jung Kook hatte einen Auftritt von ihm gesehen und schätze ihn wegen seines Standings im Underground-Rap. Eine gute Entscheidung, wie man nun weiß. Jung Kook war schon immer ein Charmebolzen und Alleskönner – er schreibt Songs, singt und tanzt, als hätte er nie was anderes gemacht.

Jung Kook war in der BTS-Pause extrem erfolgreich unterwegs und landete gleich mehrere Mainstream-Hits, die oft seine Liebe zu Usher (mit der auch einen Song aufnahm) oder Justin Timberlake zeigten und für K-Pop-Verhältnisse manchmal ziemlich raunchy waren. Man denke nur an Seven feat. Latto oder 3 D mit Jack Harlow.

Das war natürlich nur ein sehr schneller Ritt durch die Talente dieser erstaunlichen Band. Aber wenn demnächst mal wieder so ein Indie-Schnösel sagt, BTS seien ja nur „eine Boyband“, dann könnt ihr gerne mal dieses Feature weiterleiten …

Mehr zu den BTS Members gibt’s hier: