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Foto: Universal Music

Sydney Rose: Die Kunst der leisen Gefühle

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Die Musik von Sydney Rose fühlt sich an wie eine zarte Umarmung. Inmitten eines hektischen Zeitgeists bietet die Künstlerin Momente der Ruhe, ohne jemals belanglos zu wirken. Mit beinahe geflüstertem Gesang haucht die US-amerikanische Multiinstrumentalistin ihre tiefsten Gefühle in unsere Ohren und öffnet damit emotionale Räume, in denen sich lange angestaute Emotionen lösen dürfen. Dieses Gefühl zieht sich durch ihre aktuelle EP I Know What I Want, ihre virale TikTok-Single We Hug Now ebenso wie durch das neue Duett mit Tom Odell, mit dem Sydney Rose musikalisch ins Jahr 2026 startet.

Von Georgia nach Nashville

Geboren in Georgia und mittlerweile in Nashville zuhause, findet Sydney Rose früh Zugang zu den Instrumenten, die bis heute ihre Songs prägen. Piano, Gitarre und Ukulele werden zu ständigen Begleitern, auch als sie beginnt, ihre Musik über Social Media zu teilen. Ein Cover des Songs Turning Page von Sleeping At Last markiert den Anfang und beschert ihr mit nur 18 Jahren ihren ersten Label-Deal. 2022 veröffentlicht sie dann ihre EP You Never Met Me, ein Jahr später folgt mit One Sided bereits ihr erstes Album.

Still viral: We Hug Now

Anfang 2025 folgt der große virale Moment, fast unbemerkt. Nach der Trennung von ihrem damaligen Label schreibt Sydney Rose We Hug Now in einer reduzierten Piano-Session, ausgelöst durch den Bruch mit einer guten Freundin. Mit den Zeilen „I have a feeling you got everything you wanted / And you’re not wasting time stuck here like me / You’re just thinking it’s a small thing that happened / The world ended when it happened to me“, trifft Sydney Rose einen Nerv. Der Song entwickelt sich rasant zu einem TikTok-Phänomen mit über 40 Tausend Creations und insgesamt 1,3 Milliarden Views. Die Single erreicht die Top 15 der TikTok Charts, Platz 3 der Spotify US-Charts sowie einen Fixplatz in den Global Viral 50.

EP I Know What I Want

Im April desselben Jahres erscheint ihre EP I Know What I Want. Vollgepackt mit Melancholie und getragen von einer sanften Stimme, die einen mühelos in die eigene Soft-Girl-Ära sinken lässt. Doch statt Schwere hinterlässt die EP ein Gefühl von Befreiung. In Listen To The Birds, in dem die Vögel unbeirrt weitersingen, oder 5 More Minutes, das auf leisem Klavier von der bittersüßen Unbeschwertheit der Kindheit erzählt. Passenderweise schließt die EP mit We Hug Now und entlässt in einer verträumten Stimmung, einer feierlichen Bridge und dem unweigerlichen Wunsch, sofort wieder auf Play zu drücken.

Sydney Rose im Circle Store:

Feature mit Tom Odell

2026 läutet Sydney Rose nun mit der neuen Single Over ein, einer Kollaboration mit Singer-Songwriter Tom Odell. Der Song besticht durch seine offene Ehrlichkeit über Selbstsabotage und emotionale Abwärtsspiralen nach einem gebrochenen Herzen. „Set myself up for disaster / Wishing now that I was plastered / There’s a show in front of me, but you’re all that I can see“, heißt es im Refrain, in dem Odell mit ruhigen Harmonien einsteigt.

Über die Zusammenarbeit sagt Sydney Rose selbst: „Worte können kaum beschreiben, wie besonders es ist, Tom auf meinem Song zu haben. Wie jedes traurige Teenager-Mädchen war ich fasziniert von seinem Songwriting. Seine Musik hat mich immer inspiriert und definitiv auch meine eigene beeinflusst. Dass er nun Teil eines so ehrlichen Songs von mir ist, ist ein absoluter Traum.“

Ein Weg voller Meilensteine

Auch abseits von Studioveröffentlichungen war Sydney Rose im vergangenen Jahr viel unterwegs. Im Sommer stand sie beim BST Hyde Park gemeinsam mit Noah Kahan, Gracie Abrams, FINNEAS und weiteren Acts auf der Bühne. Parallel veröffentlichte sie Fan-Favorites wie I Stopped Trying mit Delaney Bailey sowie Before & After You, inspiriert von The Last Of Us. Das Jahr schloss sie mit einer ausverkauften I Know What I Want-Tour durch Europa und die USA, ihrer ersten Feiertags-Single The Holiday und einem Cover von Charli xcxs brat-Song Sympathy Is a Knife, gemeinsam mit Medium Build, ab.

Ein Platz für Sydney Rose

Die aktuellen Erfolge von Sydney Rose unterstreichen die Strahlkraft der Newcomerin. Die Single mit Tom Odell bestätigt, was sie längst bewiesen hat: Ihre Musik füllt einen Platz im Indie-Pop, von dem man vielleicht nicht wusste, dass er leer war, den es aber dringend gebraucht hat.

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