Die Grammys sind der wichtigste Musikpreis der Welt. Seit 1959 wurde er ganze 67 Mal vergeben. Unglaubliche 35 Trophäen davon gingen bisher an Beyoncé – und das ist einsamer Rekord. Bühne frei für die Artists mit den meisten Grammys in der heimischen Vitrine. Überraschungen inklusive.
Die Artists mit den meisten Grammys
Trotz der schwierigen Zeiten für die Musikindustrie bleiben die Grammys der pure Glamour. Die größte Nacht der Musik wird auch am 1. Februar 2026 wieder zahlreiche Artists glücklich und noch mehr unglücklich machen – denn allen Unkenrufen zum Trotz ist der Preis eben immer noch der wichtigste Musikpreis der Welt. Wer ihn hat, ist in seinem Feld ganz oben. Und wer ihn gleich mehrfach hat, nun, ist natürlich nicht weniger als eine absolute Ikone. Obwohl, Hand aufs Herz: Kennt ihr alle Preisträger:innen in der nun folgenden Liste der Menschen mit den meisten Grammy-Auszeichnungen?
1. Beyoncé – Grammys: 35
Ganz oben in der Liste residiert Beyoncé. Und das mit Abstand: Gleich vier Trophäen trennen sie von Platz zwei. Seit 2023 führt Beyoncé die Liste der Grammy-Gewinner:innen an, zudem hat sie mit 99 Nominierungen auch in dieser Kategorie mehr zu bieten als alle anderen in der gesamten Musikgeschichte. 2025 konnte sie dann sogar noch, höchst überfällig natürlich, als erste POC den Country-Grammy gewinnen. Mal sehen, was sie sich noch so alles einfallen lässt.
2. Georg Solti – Grammys: 31
Auf Platz zwei finden wir Georg Solti. Den Namen dürften nicht wenige das erste Mal hören, dabei hat er mit satten 31 Grammys mehr als Taylor Swift und Adele zusammen zuhause im Schrank stehen. Solti wurde vor allem für seine Werke im Bereich der Klassik ausgezeichnet, zuletzt posthum für Wagners Die Meistersinger von Nürnberg bei den Grammys 1998.
3. Quincy Jones – Grammys: 28
Produzenten-Gigant Quincy Jones kam bis zu seinem Tod 2024 auf 28 Grammys. Die Preise gab es für verschiedenste Projekte, unter anderem für seine Version von Summer In The City, für seine Arbeit als Produzent von Platten wie George Bensons Give Me The Night oder den Soundtrack von E.T. und für eigene Werke wie The Dude.
3. Chick Corea – Grammys: 28
Gleichauf mit Quincy Jones liegt Chick Corea. 28 Grammys und 77 Nominierungen gab es für seinen beispiellosen Einsatz für die Jazzmusik. Und wer weiß, wie viele noch dazu kommen: Erst 2022 gab es die letzte Auszeichnung für das Album Mirror Mirror.
4. Alison Krauss – Grammys: 27
Alison Krauss war die zweitjüngste Künstlerin, die jemals einen Grammy erhielt – und führte vor Beyoncé die Liste der Grammy-Gewinnerinnen an. Für ihre Mitarbeit am Soundtrack zu O Brother, Where Art Thou? gab es den begehrten Grammy für das Album des Jahres, auch in den Kategorien Country, Folk oder Bluegrass konnte sie bereits glänzen. 2009 staubte sie dann gleich mehrere Grammys für ihre gemeinsame Arbeit mit Robert Plant ab. Und 2026? Könnte der nächste Grammy dazukommen.
5. John Williams – Grammys: 26
Kaum einer hat uns so viele zeitlose Soundtrack-Motive geschenkt wie John Williams. Er hat für Filmmusik das getan, was Steven Spielberg für Filme getan hat: Er hat pure Magie erschaffen, die Hollywood lange Zeit definiert hat. Neben zahllosen anderen Preisen gab es dafür auch 26 Grammys – und allein sechs davon für Star Wars.
5. Pierre Boulez – Grammys: 26
Ebenso viele Grammys wie für John Williams gab es für Pierre Boulez. Das französische Genie der zeitgenössischen Klassik wurde für seine Verdienste um die musikalische Avantgarde unter anderem mit dem „Lifetime Achievement Award“ bei den Grammys ausgezeichnet.
Die Grammy-Legenden im Circle Store:
6. Vladimir Horowitz – Grammys: 25
Platz 8 und 25 Grammys müssen sich aktuell vier Artists teilen. Der russisch-amerikanische Piano-Rockstar Vladimir Horowitz ist einer davon.
6. Stevie Wonder – Grammys: 25
Stevie Wonder ist der nächste. Sein Weg vom Wunderkind zu einem der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts wird für immer beeindruckend bleiben, sein Album Songs In The Key Of Life ist eine der besten Platten aller Zeiten.
6. David Frost – Grammys: 25
Auch der Produzent und Pianist David Frost konnte schon 25-mal einen Grammy mit nach Hause nehmen – 2009 sogar für Klassik-Produzent des Jahres.
6. Jay-Z – Grammys: 25
Zehn Grammys weniger als seine Frau Beyoncé, aber mehr als jeder andere Rapper: Jay-Z kommt auf 25 Grammys und über 140 Millionen verkaufte Platten und wurde vom Time Magazine zu einem der einflussreichsten Menschen der Welt gekürt. Den ersten Grammy gab es 1999, den (bisher) letzten 2025.
7. Kanye West – Grammys: 24
Zu Kanye West gibt es natürlich nichts mehr zu sagen.
8. Serban Ghenea – Grammys: 23
Der Produzent und Mixer Serban Ghenea dürfte vielen unbekannt sein. Seine Arbeit hingegen nicht: Er gewann die Preise für seine Arbeit mit Justin Timberlake, Kelly Clarkson, die Rolling Stones oder natürlich Taylor Swift.
9. Kendrick Lamar – Grammys: 22
Auch Platz 9 teilen sich gleich drei ganz unterschiedliche Artists. Den Anfang macht Pulitzer-Rapper Kendrick Lamar, der den Hip-Hop auf ewig verändert hat. Gleich fünf Grammys konnte er 2025 mitnehmen, auch 2026 ist er zahlreiche Male nominiert.
9. Vince Gill – Grammys: 22
Vince Gill hat schon mit allen gespielt. Sogar die Eagles wollten den Musiker aus Nashville, der zwischen Country, Bluegrass und Folk 22 der begehrten Trophäen gewinnen konnte.
9. U2 – Grammys: 22
Wir schließen mit der ersten Band überhaupt in dieser Liste: 22 Grammys gingen bisher an U2. Mehr als an jede andere. Danach kommen die Foo Fighters mit 15, Metallica noch weiter abgeschlagen dahinter mit neun. Die Beatles bekamen sogar nur acht. Sagt ja durchaus auch etwas aus über die Preisverleihung. Ach ja: How To Dismantle An Atomic Bomb allein bekam neun Grammys!