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Foto: KCNA/Imazins via Getty Images

Die junge Girlgroup Hearts2Hearts wird schon jetzt mit den großen Namen verglichen

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Die südkoreanische Produktionsfirma SM Entertainment hat mit Girls’ Generation, f(x), Red Velvet und Aespa einige der erfolgreichsten Girlgroups im K-Pop hervorgebracht. 2025 debütierten bei ihnen acht junge Frauen zwischen 16 und 20 mit der Band Hearts2Hearts. Viele nennen sie schon jetzt in einem Atemzug mit ihren Vorreiterinnen. Ihr neues Minialbum Lemon Tang beweist, dass das gar nicht so weit hergeholt ist.

Hearts2Hearts: Zuckerschock mit Zitrus-Note

K-Pop ist musikalisch betrachtet ein ebenso buntes wie weites Feld. Das wissen alle, die sich intensiver mit südkoreanischer Popmusik befassen. Die Band Hearts2Hearts ist dabei eher für jene K-Pop-Fans, die ihre Hits sweet, eingängig und ein bisschen cheeky haben wollen. 

Songs wie Rude! oder der Titelsong des neuen Minialbums Lemon Tang sind Zuckerschocks mit Zitrus-Note. Bei Hearts2Hearts treffen brutal-catchy geschriebene Hooks auf acht spannende Stimmen, Gen-Z-Ästhetik, Bubblegum Pop und ein klar erkennbares „Cute Concept“, das auf die bewährte Mischung von Pastellfarben, einem sehr jugendlichen Styling und Herzmotiven setzt. Schaut einfach dieses Video und ihr wisst, was wir meinen:

Die Band setzt sich aus acht jungen Frauen zusammen, die im Trainee-System von SM Entertainment ausgebildet wurden. Jiwoo, Carmen, Yuha, Stella, Juun, A-na, Ian and Ye-on debütierten Anfang 2025. Eigentlich hatte SM Entertainment schon 2023 angekündigt, eine neue Girlgroup zu starten, musste das Debüt allerdings immer wieder verschieben. 

Große Fußstapfen

Dazu muss man wissen, dass es in der K-Pop-Branche eine große Sache ist, wenn diese Firma eine neue Girlgroup an den Start bringt. Das liegt vor allem daran, dass ihnen das einige Male mehr als geglückt ist: Neben den Pionierinnen von Girls’ Generation brachte SM auch f(x), Red Velvet und Aespa an den Start. Hearts2Hearts veröffentlichten zum Karrierestart eine Single namens The Chase, die ziemlich gut performte und schnell dafür sorgte, dass sich erste Fans zum offiziellen Fandom „S2U“ bekannten.

Im Vergleich zum aktuellen Mini-Album war The Chase noch recht mellow und melancholisch. Viele fühlten sich bei Hearts2Hearts musikalisch und optisch an die leider immer noch pausierenden NewJeans erinnert, wobei diese musikalisch noch ein wenig progressiver unterwegs waren und hoffentlich irgendwann wieder sind. Hearts2Hearts wurden auch bei den großen Awardshows in Korea gefeiert: Bei den renommierten Melon Music Awards und den MAMA Awards gewannen sie in der Kategorie „Best New Artist“.

Hearts2Hearts kommen auch so gut an, weil sie als Band-Einheit rüberkommen. Das wundert einerseits nicht, wenn man weiß, dass junge Bands wie sie oft wie in einem Internat zusammenwohnen. Aber ihre Vlogs haben Witz, Wärme und eine gewisse Bandchemie, was im K-Pop weiß Gott nicht immer der Fall ist. 

Sommeralbum mit Ansage

Die Band trat kürzlich in ihrer digitalen NME-Titelstory erfrischend selbstbewusst auf. Vor allem Bandleaderin Jiwoo äußerte eine klare Vision für die nahe Zukunft von Hearts2Hearts. Sie sagte: „Wir wollen uns als Band in dieser Branche von anderen abheben und uns auf unsere Weise positionieren.“ Das bedeute: „Immer wieder neue Genres, Konzepte und Sounds probieren.“ Dabei haben sie und ihr Team ein gutes Händchen für ihre kreativen Sparringspartner:innen: Die Debütsingle wurde zum Beispiel vom K-Pop-Super-Producer Kenzie produziert und mit dem britischen R&B-Trio FLO geschrieben. 

Lemon Tang sei nun ein Sommeralbum mit Ansage, das sie selbst in der Tradition ihrer älteren Labelkolleginnen Red Velvet und Girls’ Generation sehen. Ein bewusst gewählter Kontrast zum vorherrschenden K-Pop-Sound, der zuletzt oft auf Bass und eine Art darker Coolness setzte. Bandmember Carmen sagte dem NME dazu: „Die besten Sommer-Songs sind diejenigen, die dich sofort in gute Laune versetzen. Sie geben dir Energie, können aber gleichzeitig auch tröstlich wirken. Wir wollten diese Elemente aufgreifen und ihnen den typischen Hearts2Hearts-Charakter verleihen.“

Das ist ihnen auf Lemon Tang durchaus gelungen. Neben den bereits erwähnten Rude! und dem Titelsong sind vier weitere Lieder auf dem Mini-Album, von denen vor allem das fast schon zu süß klingende heart emoji (♡) und das aufgekratzte Baby Steps überzeugen.

Die Vergleiche mit ihren Idolen nehmen Hearts2Hearts auch recht locker. Stella sagt im NME-Interview: „Seit unseren Trainee-Tagen verehren wir unserer Vorreiterinnen von Girls’ Generation. Wir fühlen uns also geehrt, wenn man uns mit ihnen in Verbindung bringt. Wir hoffen nur, dass wir irgendwann der Legacy gerecht werden können, die sie hinterlassen haben. 

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