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Jetzt also doch – zumindest irgendwie: Nach der ZDF-Kontroverse um Keine Angst tritt Danger Dan zwar nicht in der Sendung Die Anstalt auf, dafür aber spontan im Columbiatheater Berlin. Einen Livestream wird es auch geben.
Dann macht er es eben allein: Nachdem Danger Dan vom ZDF ausgeladen wurde und sein neues Stück Keine Angst nun doch nicht live in der Satiresendung Die Anstalt präsentieren darf, haben er und Pianist Igor Levit die Dinge kurzerhand selbst in die Hand genommen und für den heutigen Abend (21. Juli 2026) ein Spontankonzert im Berliner Columbiatheater angekündigt.
Der Gewinn aus dem Ticketverkauf soll an den Verein Opferperspektive gehen, „die zentrale Anlaufstelle in Brandenburg für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“, wie es in einem offiziellen Post von Danger Dan heißt. Unter dem Titel „Die keine Angstalt“ wollen die beiden Musiker laut Ankündigung die Kunstfreiheit zelebrieren. Der Auftritt soll auch bei Youtube übertragen werden.
Danger Dan wehrt sich gegen Gewaltvorwurf
Das alles folgt auf den Eklat vergangene Woche, als das ZDF Danger Dan spontan aus der Satiresendung Die Anstalt auslud. Sogar das Team der Sendung distanzierte sich daraufhin von der Entscheidung des Senders. Der wiederum erklärte, dass der Text des Liedes als Anleitung zum politischen Extremismus und Aufruf zu Gewalt verstanden werden könne. Er würde außerdem Selbstjustiz propagieren.
Danger Dan hingegen kritisierte die Entscheidung als Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit. Der Musiker sagte gegenüber Spiegel Online, er wolle lediglich dabei helfen, wirksame Antifaschismus-Strukturen aufzubauen. Besonders brisant ist aber eben: Der Song Keine Angst sollte in der 100. Jubiläumsausgabe der Satiresendung präsentiert werden, die sich mit Radikalisierung und mit der Wehrhaftigkeit der Demokratie beschäftigt. Dann müssen wir heute Abend eben im Columbiatheater und bei YouTube ganz genau zuhören, was Danger Dan uns zu sagen hat, denn einem wie ihm sollte man immer zuhören.