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Kevin Mazur/Getty Images for The Recording Academy

Bob Weir ist tot: Grateful-Dead-Mitgründer mit 78 Jahren gestorben

Bob Weir ist tot. Das Gründungsmitglied der Grateful Dead, der mit Projekten wie Dead & Company, Ratdog und Furthur das Erbe der legendären Band bis zuletzt aktiv weitertrug, ist am 10. Januar 2026 im Alter von 78 Jahren gestorben.

Bob Weir: Familie veröffentlicht Statement

In einem offiziellen Statement, das auf den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, bestätigte die Familie den Tod von Bob Weir. Darin heißt es, Weir sei „friedlich im Kreis seiner Angehörigen“ gestorben, nachdem er den Krebs überwunden habe, jedoch schließlich einer zugrunde liegenden Lungenerkrankung erlegen sei.

Weiter erklärte die Familie, Bob Weir habe über mehr als 60 Jahre als Gitarrist, Sänger, Erzähler und Gründungsmitglied der Grateful Dead die amerikanische Musiklandschaft geprägt. Seine Kunst habe nicht nur Konzerte gefüllt, sondern „eine Gemeinschaft, eine gemeinsame Sprache und ein Gefühl von Familie“ geschaffen, das Generationen von Fans bis heute begleite. Jeder Akkord und jede gesungene Zeile seien Teil jener Geschichten gewesen, die Bib Weir auf der Bühne erzählt habe – immer verbunden mit der Einladung, „zu fühlen, zu fragen, zu wandern und dazuzugehören“.

Trotz der Krebsdiagnose im Juli habe BobWeir nur wenige Wochen später wieder auf der Bühne gestanden, als er in seiner Heimatstadt San Francisco drei Konzerte zum 60-jährigen Bestehen der Grateful Dead im Golden Gate Park spielte. Diese Auftritte seien „keine Abschiede gewesen, sondern Geschenke“ – ein weiterer Ausdruck seiner Widerstandskraft und seines künstlerischen Selbstverständnisses. Zum Schluss erinnerte die Familie daran, dass Weir stets an ein langfristiges Weiterleben des musikalischen Erbes geglaubt habe. Es gebe „keinen wirklichen letzten Vorhang“, sondern nur das Gefühl, „dass jemand wieder aufbricht“. Seine Idee eines „300-jährigen Vermächtnisses“, also eines Songkatalogs, der Generationen überdauern solle, bleibe ein zentrales Leitmotiv für die Deadheads.

Seine Familie – Natascha, Monet und Chloe – bat um Privatsphäre in dieser Zeit und dankte zugleich für die weltweite Anteilnahme.

Bob Weir: Legendäre Musikkarriere

Bob Weir wurde 1947 in San Francisco geboren und gründete Mitte der 1960er-Jahre gemeinsam mit Jerry Garcia die Band, aus der die Grateful Dead hervorgingen. Als Rhythmusgitarrist, Sänger und Songwriter prägte er den offenen, improvisationsgetriebenen Sound der Gruppe maßgeblich mit. Neben den Garcia/Robert-Hunter-Kompositionen bildeten seine Songs, geschrieben mit dem Texter John Perry Barlow, das zweite kreative Fundament der Band. Nach dem Ende der Grateful Dead 1995 hielt Weir deren Repertoire mit Projekten wie Ratdog, The Other Ones, The Dead und später Furthur über Jahrzehnte hinweg auf den Bühnen der Welt präsent.

Auch außerhalb der klassischen Grateful-Dead-Strukturen blieb Bob Weir eine zentrale Figur der Szene. Mit Dead & Company führte er ab 2015 gemeinsam mit Mickey Hart, Bill Kreutzmann und dem Gitarristen John Mayer das Repertoire in großen Arenen und Stadien weiter und erreichte damit eine neue Generation von Hörern. Parallel veröffentlichte Bob Weir weiterhin eigene Aufnahmen, zuletzt mit seinem Projekt Wolf Bros, und trat bis in seine letzten Lebensjahre regelmäßig live auf.

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