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Foto: Sergione Infuso/Corbis via Getty Images

Brian Molko, Peaches und mehr würdigen David Bowie mit Tributkonzert

Am Samstag gab es in London ein einmaliges Konzert für David Bowie, bei dem sein Album Ziggy Stardust performt und orchestral interpretiert wurde. Unter der Leitung der Komponistin Fiona Brice sangen Stars wie Peaches oder Placebos Brian Molko die Bowie-Hits.

David Bowie ist nun schon seit zehn Jahren tot und doch ehrt man ihn noch regelmäßig – das Zeichen eines großen Künstlers. So tat es nun auch Fiona Brice. Sie ist klassische Komponistin, Multiinstrumentalistin, Solo-Künstlerin und laut dem Uncut-Magazine „Indie’s favourite arranger“. Für so unterschiedliche Künstler:innen wie Placebo, Simply Red oder Kanye West hat sie schon orchestrale Arrangements geschrieben. Nun aber nutzte sie ihre musikalischen Kontakte, um eine große Tribute-Show für David Bowie umzusetzen.

Bowies legendäres 1972er-Album The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars hatte es ihr besonders angetan, weswegen Brice ein Konzert veranstaltete, bei dem verschiedene Musiker:innen die Songs des Albums interpretierten. Letzten Samstag (11. Juli 2026) wurde das Ganze einmalig in der Royal Festival Hall in London aufgeführt.

Stars und „Stardust“

Zu den mitwirkenden Gästen am Gesang zählten der Placebo-Frontmann Brian Molko, die provokante Electropop-Künstlerin Peaches und die britische Singer-Songwriterin Nadine Shah. Auch der Art-Pop-Musiker Patrick Wolf, die Alt-Soul-Sängerin Tawiah sowie David McAlmont und Camille O’Sullivan übernahmen das Mikrofon. An den Arrangements der Songs saß Fiona Brice selbst, performt von einem Orchester, einer Band und dem Sauti Choir.


Brian Molko sang einige Klassiker wie Moonage Daydream, Rock’n’Roll Suicide und die Zugabe Space Oddity. Währenddessen gab Peaches intensive Performances von Five Years und Ziggy Stardust. Zum Ende kamen bei Let’s Dance alle Sänger:innen auf die Bühne und tanzten gemeinsam – ein schönes Bild der Diversität, die David Bowie immer versprüht hatte.


David Bowies Einfluss auf Molko und co.

Denn so unterschiedlich die Künstler:innen auch sein mögen, die am Samstagabend dort auftraten, merkt man ihnen allen doch Bowies Einfluss an. So hätten etwa Peaches‘ und Brian Molkos offene sexuell androgyne Darstellungen in ihrer Kunst ohne Bowie wahrscheinlich nie einen so salonfähigen Vorreiter gehabt.

Gerade Molkos Geschichte als Musiker ist eng mit David Bowie verwoben. Bowie hatte Placebo schon in frühen Tagen der Band beworben, galt als großer musikalischer Einfluss und nahm mit ihnen eine Duett-Version des Songs Without You I’m Nothing auf. Diesen Ritterschlag konnte Molko ihm nun in diesem Konzert zurückgeben.

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