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Foto: Universal Music

BTS kehren endlich mit Album „ARIRANG“ zurück – warum ist das so ein riesiges Ereignis?

BTS sind zurück! Mit Arirang veröffentlicht die K-Pop-Gruppe nach einer Pause von fast vier Jahren endlich wieder ein neues Album. Und das ist ein großes kulturelles Event, aus verschiedenen Gründen.

Es ist lange her

Erstens sind BTS natürlich eine riesige Institution im K-Pop und der Musikindustrie generell, doch sie waren nun – vor allem für eine so relevante Gruppe – ziemlich lange weg. Ihr letztes Album liegt fast vier Jahre zurück. Diese Pause geschah aber nicht aus selbstgewählten Gründen, denn alle Mitglieder mussten in der Zeit ihre verpflichtenden Militärdienste für Südkorea ableisten. Natürlich gab es Soloprojekte der BTS-Stars, aber jetzt ist endlich ihr erstes Album als Band nach langer Zeit da: Arirang ist heute erschienen.

„Arirang“ fürs Plattenregal:

Riesiges Konzert in Seoul und auf Netflix

Der zweite Grund, warum die Veröffentlichung von Arirang besonders ist, ist wie groß sie aufgefahren wird. Nicht mal Singles gab es vorab, erst jetzt erschien das Musikvideo zu SWIM. Die Spannung schraubten BTS damit also schon hoch. Morgen, am 21. März, werden BTS ein Release-/Comeback-Konzert in Seoul spielen. Aber nicht irgendwo in Seoul, sondern vor dem Gyeongbokgung-Palast, einem Nationalheiligtum, das sich definitiv nicht jeder und jedem als Konzertvenue zur Verfügung gestellt wird. Eine große Ehre wird BTS damit zuteil.

Außerdem ist der Eintritt zum Konzert kostenlos und Sicherheitskräfte rechnen mit circa 260.000 Menschen – das ist verdammt viel. Für alle anderen auf der Welt, die es nicht hinschaffen, wird das Konzert nebenbei auf Netflix gestreamt, im Anschluss läuft dort noch eine Doku über BTS. Somit wird also ein weiterer Mediengigant ins Boot geholt. Das hat ihnen bisher nur Harry Styles vor kurzem nachgemacht.

Die Bedeutung hinter „Arirang“

Und drittens ist Arirang auch thematisch besonders: Der Titel Arirang ist ein für die koreanische Kultur relevanter, denn er beschreibt zum einen Gefühle wie tiefe Liebe, Sehnsucht und Hoffnung, zum anderen ist es der Name eines koreanischen Volkslieds. Das Lied stammt aus dem 19. Jahrhundert und hat daher schon mehrere Tausend Varianten durchlebt. Während der japanischen Besetzung zwischen 1910 und 1945 wurde es zu einem Protestlied der koreanischen Bevölkerung (damals war Korea noch nicht in Nord und Süd geteilt). Auch bei späteren Protesten sang man es, sogar bei Sportveranstaltungen fungierte es oft als gemeinsame Hymne für Nord- und Südkorea. BTS zeigen mit diesem Titel also deutlich: Wir mögen zwar mittlerweile viel auf Englisch singen, aber das K in K-Pop hat für uns immer noch eine große Bedeutung.

Natürlich geht es in den Songs aber nicht nur um BTS‘ Heimat, sondern auch um die persönlichen Erfahrungen der Musiker:innen. Sie zeigen, was sie sowohl in der Reise als geeinte Gruppe als auch im Einzelnen während der Pause erlebt haben. In Dankbarkeit gegenüber ihren Fans, der ARMY, teilen BTS Geschichten, die sie ihrem Publikum schon lange erzählen wollten. Reinhören lohnt sich also!

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