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Dave Grohl hat in einem Interview mit The Guardian erstmals seit seinem Untreue-Geständnis über Therapie, den Verlust von Taylor Hawkins und die Auswirkungen der Krise auf die Foo Fighters gesprochen.
Dave Grohl spricht über Therapie
Dave Grohl sagte, er habe in den vergangenen 70 Wochen mehr als 430 Therapiestunden absolviert – sechs Sitzungen pro Woche.
Der Auslöser für den Therapiebeginn war eine Serie persönlicher Schicksalsschläge. Im März 2022 starb Hawkins in einem Hotelzimmer in Bogotá, Drogen wurden in seinem Körper gefunden. Vier Monate später verlor Dave Grohl seine Mutter Virginia, die er als „meine beste Freundin, meine Heldin, meine ganze Welt" beschreibt. Im September 2024 gestand er öffentlich, außerhalb seiner Ehe mit Jordyn Blum ein Kind bekommen zu haben.
Dave Grohl über Traumata
Dave Grohl beschreibt sich selbst als jemanden, der Gefühle lange verdrängt hat. „Von Kurts Tod bis zu Taylors Tod hatte ich Angst, diese Dinge wirklich in mein Herz zu lassen", sagte er. „Ich hab einfach weitergemacht." Die Therapie habe ihm geholfen, eine tiefere Selbstwahrnehmung zu entwickeln – und eine Sucht nach Erfolg und Anerkennung zu erkennen. „Du erreichst ein Ziel, es fühlt sich gut an – für 24 Stunden. Dann ist da wieder dieses Loch."
Über Hawkins spricht Dave Grohl mit sichtbarer Erschütterung. Nach dessen Tod versuchte die Band zunächst, mit voraufgenommenen Drums aus Lautsprechern zu proben. „Das war fast noch traumatischer. Wie ein Geist. Nichts fühlte sich natürlich an."
Foo Fighters: Grohls Bandkollegen über schwere Zeit
Als die Nachricht von Grohls Affäre öffentlich wurde, pausierte die Band und sagte eine komplette Tour ab. Bassist Nate Mendel gibt zu, dass man sich Sorgen um die Zukunft der Band gemacht habe – relativiert das aber: „Es war das dritte Mal in fünf Jahren, dass wir eine fertig gebuchte Tour hatten und sie dann wegfiel" – nach der Pandemie und Hawkins' Tod. „So verrückt es auch war: Wir dachten, wir kriegen das hin."
Die Bandkollegen standen Dave Grohl in dieser Zeit bedingungslos zur Seite. „Wir wollten alle losrennen und ihm eine große Umarmung geben", sagt Gitarrist Pat Smear – und auch Grohls Frau wissen lassen, dass die Band für beide da sei. Gitarrist Chris Shiflett erinnert sich: „Als Dave mich an dem Morgen anrief, dachte ich nur: Nimm dir so viel Zeit wie du brauchst." Shiflett selbst verlor wenige Monate später sein Haus in den Waldbränden in Los Angeles. „Die lange Pause war also auch für mich nötig."