Dr. Dre befürwortet Musikproduktion mit Künstlicher Intelligenz - und teilt aus

Dr. Dre auf dem Podium
Leon Bennett/Getty Images for The Recording Academy

Während sich ein Großteil der Kreativwelt gegen den Einsatz von (und die Vereinnnahmung durch) Künstliche Intelligenz ausspricht, ist Dr. Dre da ganz anderer Meinung. Der Musikmogul ließ nämlich kürzlich wissen, dass er KI als Produzent nicht nur nutzt, sondern auch absolut befürwortet.

Beats mit KI?

„Ich hatte vor ein paar Tagen eine Diskussion mit ein paar Leuten“, erzählte Dr. Dre in einem gemeinsamen Interview mit Jimmy Iovine bei der New York Times

„Sie waren gegen KI, und ich sage: Okay, du klingst wie jemand, der gegen den Drumcomputer gewesen wäre, als er rauskam. Oder gegen Synthesizer, oder? Es ist ein neues Werkzeug für Kreativität. Manche Leute haben Angst davor, etwas Neues zu lernen.“ Er selbst nutze die Technik im Studio, „als Werkzeug, um zu sehen, was sie mit dem macht, was ich gerade gemacht habe“. Dazu ergänzte er: „Ich lasse mich darauf ein. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, was damit passieren wird.“

Dr. Dre trifft mit seiner Position einen Nerv

Die Aussagen von Dr. Dre fallen in eine aufgeheizte Debatte. Auf Instagram häuften sich unter Dres Beiträgen kritische Kommentare, manche fragten offen, wie viel Geld er in KI-Firmen investiert habe. Bemerkenswert ist auch eine Randnotiz aus dem Interview: Gefragt, was er einen Chatbot zuletzt gefragt habe, antwortete Dre, es sei um Fitness gegangen, konkret um den gleichzeitigen Aufbau von Muskeln und Abbau von Fett.

Parallel bewegt sich die Branche in eine andere Richtung. Apple Music will noch in diesem Jahr Songs kennzeichnen, die mit KI entstanden sind, Spotify markiert entsprechende Profile als „AI Personas“. Im vergangenen Monat schloss sich zudem ein Bündnis aus RIAA, IFPI, den Grammys und SAG-AFTRA zusammen, um ein branchenweites Kennzeichnungssystem für KI-Songs voranzutreiben. Gleichzeitig laufen mehrere Klagen gegen KI-Musikdienste wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen. Dre, 61, steht seit diesem Jahr erstmals auf der Forbes-Milliardär:innenliste.

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