Glenn Hughes beendet seine Live-Karriere

Glenn Hughes auf der Bühne
Javier Bragado/Redferns/Getty Images

Glenn Hughes tritt nicht mehr live auf. Der frühere Sänger und Bassist von Deep Purple gab seinen Rückzug von Bühne und Tourbetrieb am Dienstag in den sozialen Medien bekannt. Grund ist eine bevorstehende offene Herzoperation, zu der ihm seine Ärzte geraten haben. Hughes wird noch in diesem Monat 75 Jahre alt.

Glenn Hughes: „Ich habe keine Option und keine Wahl“

„Im vergangenen Jahr hatte ich einige gesundheitliche Probleme“, schrieb Glenn Hughes in seinem Statement. „Die Ergebnisse zahlreicher MRTs, CTs und eines Echokardiogramms haben mein ärztliches Team darauf aufmerksam gemacht, dass ich eine weitere Operation am offenen Herzen brauche. Ich habe wirklich keine Option und keine Wahl, denn meine Gesundheit hat oberste Priorität. Ich bin dankbar, ein Leben voller Musik geschenkt bekommen zu haben. Danke, dass ihr an meiner Seite gegangen seid.“ In den Kommentaren meldeten sich zahlreiche Musikerkollegen zu Wort, darunter Joe Satriani, Richie Kotzen und Nuno Bettencourt.

Hughes wurde bereits als Kind ein Herzgeräusch diagnostiziert, 2013 unterzog er sich einer Operation zur Behandlung einer erweiterten Aorta. Im Januar hatte er seine geplante US-Tour im Frühjahr abgesagt, damals sprach sein Management von einem „kleineren gesundheitlichen Problem“. Sein für den 2. Oktober geplantes Konzert im Canyon Club im kalifornischen Agoura Hills ist infolge des Rückzugs ebenfalls abgesagt.

Letzter Auftritt im Mai mit den Dead Daisies

Seinen letzten regulären Auftritt hatte Glenn Hughes am 30. Mai im Arcada Theatre in St. Charles, Illinois, wo er unter dem Namen The Purple Daisies mit Doug Aldrich, Tommy Clufetos und David Lowy von den Dead Daisies auf der Bühne stand. Das Set bestand je zur Hälfte aus Dead-Daisies-Stücken und Deep-Purple-Klassikern. Wenige Tage vor seiner Ankündigung spielte er zudem noch einmal in Kalifornien mit der All-Star-Coverband Kings Of Chaos, gemeinsam mit Richie Sambora, Steve Stevens, Kevin Cronin, Matt Sorum und Jack Blades.

Glenn Hughes begann seine Karriere Ende der 1960er-Jahre bei Trapeze, 1973 ersetzte er Roger Glover bei Deep Purple, wo er sich mit David Coverdale den Leadgesang teilte. Nach der Auflösung der Band 1976 folgten eine Solokarriere sowie Stationen bei Black Sabbath, California Breed, den Dead Daisies und zuletzt Black Country Communion. 2016 wurde er als Mitglied von Deep Purple in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Musik machen will Hughes weiterhin: Er kündigte an, im Studio weiter zu schreiben und aufzunehmen.

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