Im Vatikan hört man Pop: Der Kulturminister des Kirchenstaates hat jetzt zumindest lobende Worte für Rosalías aktuelles Album Lux gefunden.
Der Vatikan hat Rosalía für ihre „provokativen“ Songs über den Glauben auf ihrem neuen Album Lux gelobt. Das Album ist von den Geschichten weiblicher Heiliger inspiriert. Dazu singt sie bekanntlich in 13 verschiedenen Sprachen, um diese Geschichten lebendig werden zu lassen – darunter Arabisch, Hebräisch und Latein. Der Titel selbst ist lateinisch für „Licht“, was gut zu den Themen passt: Die Songs drehen sich um Religion, Erleuchtung und die Sehnsucht nach einer stärkeren Verbindung zur spirituellen Welt.
Das kommt auch in Kirchenkreisen ganz gut an. Jetzt hat sich doch tatsächlich der Kulturminister des Vatikans, Kardinal José Tolentino de Mendonça, zu Wort gemeldet und lobende Worte für die Sängerin und ihre Auseinandersetzung mit Religion in ihren Songs gewürdigt. Im Gespräch mit der spanischen Nachrichtenagentur EFE sagte der Präfekt des Dikasteriums für Kultur und Bildung: „Wenn eine Künstlerin wie Rosalía über Spiritualität spricht, bedeutet das, dass sie ein tiefes Bedürfnis der zeitgenössischen Kultur nach Spiritualität und der Pflege eines inneren Lebens aufgreift.“
Auch Madonna ist Fan von Rosalía
Darüber hinaus hat auch ein Bischof von Sant Feliu de Llobregat (zu dem ihre spanische Heimatstadt Sant Esteve Sesrovires gehört) seine Zustimmung zu dem Album und seinen Themen zum Ausdruck gebracht. In einem offenen Brief betonte Bischof Xabier Gómez García, dass Rosalías Großmutter oft zur Messe komme, und sagte, dass einige der neuen Songs zwar „provokativ“ seien, die Sängerin aber insgesamt „mit absoluter Freiheit und ohne Vorbehalte darüber spricht, was sie unter Gott versteht.“
Die Geistlichen reihen sich damit in eine lange Liste an Menschen ein, die Rosalía bewundern – darunter Andrew Lloyd Webber und Madonna. Für viele ist Lux das Popalbum des Jahres. Und pure musikalische Innovation. Das wurde ihr jetzt sozusagen von höchster Stelle bestätigt.