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Tom Morello ist aktuell auf Europatournee. Und lässt keine Möglichkeit aus, gegen rechts auszuteilen. Jetzt hat er unpolitische Bands aufs Schärfste verurteilt.
Auf seiner Europatournee macht Tom Morello keine Gefangenen. Der Gitarrist von Rage Against The Machine und Audioslave teilte bei seinen vergangenen Shows klar gegen rechts aus, indem er in Deutschland etwa einen „Nazis raus“-Sticker auf seiner Gitarre kleben hatte und in England beim Download Festival 2026 eine Botschaft an den britischen Rechtsextremisten Tommy Robinson gesendet hat.
In einem neuen Interview antwortete er jetzt auf die Frage, ob Musiker sich nicht politisch engagieren sollten, wie folgt: „Wenn Leute sagen, dass Musiker sich nicht in die Politik einmischen sollten, bedeutet das, dass sie mit deiner politischen Haltung nicht einverstanden sind. In dem Moment, in dem du einen Song schreibst, der ihrer politischen Haltung entspricht, sind sie plötzlich alle dafür. Erstens ist das also sehr heuchlerisch, aber zweitens denke ich auch: Warum solltest du in deinem Beruf auf dein Recht auf freie Meinungsäußerung verzichten? Nur weil es jemanden beleidigt?“
Tom Morello und der Einfluss von Public Enemy
Tom Morello betonte, wie wichtig es ist, die eigene Stimme zu nutzen. „Ich denke, man tut sich selbst und seiner Zeit einen schlechten Dienst, wenn man zensiert, wer man in seiner Welt ist – nicht nur als Musiker, sondern auch in der Arbeit als Musikjournalist oder als Tourmanager oder Busfahrer. Man sollte nicht zurücklassen, wer man ist und woran man glaubt. Es gibt eine besonders heiße Hölle für Menschen in Zeiten großer Ungerechtigkeit, die sich selbst zensieren und schweigen, wenn sie sich eigentlich hätten zu Wort melden sollen, weil sie Angst vor irgendeinem Internet-Troll haben.“
Er fuhr fort, dass Public Enemy und The Clash dazu beigetragen hätten, ihn als Person zu verändern, obwohl sie sehr unterschiedliche Hintergründe hatten, weil ihre Musik sich gegen Unterdrückung aussprach. Ihre Musik habe ihm das Gefühl gegeben, in seinen Überzeugungen verstanden zu werden, unterstrich Morello, und daher habe er das Gefühl, dass „jeder Song für jemanden wie ein Leuchtfeuer der Hoffnung ist.“