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Foto: Stephen Lam/San Francisco Chronicle via Getty Images

John Mayer gedenkt Bob Weir (Grateful Dead): „Du hast mein Leben verändert“

Bei der Gedenkfeier für Bob Weir huldigte John Mayer dem verstorbenen Musiker. Er spielte Grateful Deads Song Ripple und hielt eine persönliche Rede über seine Beziehung zu Weir. Mayer und Weir hatten in den letzten zehn Jahren gemeinsam in der Band Dead & Company gespielt.

Über einer Woche ist es her, dass Bob Weir von Grateful Dead im Alter von 78 Jahren verstarb. Etliche Musiker:innen haben sich seitdem mit warmen Worten von ihm verabschiedet, so nun auch John Mayer, der besonders persönlich über seine Verbindung mit Weir sprechen konnte. Denn Mayer hatte seit 2015 mit Weir gemeinsam in der Grateful-Dead-Nachfolgeband Dead & Company gespielt. Daran, was er dadurch alles vom Meister gelernt hatte, erinnerte Mayer sich am Samstag bei Weirs öffentlicher Gedenkfeier.

„Wir waren unwahrscheinliche Partner“

John Mayer performte auf einer Akustikgitarre den Song Ripple von Grateful Dead, bei dem die umstehenden Deadheads berührt mitsangen. Dazu hielt er eine Rede über Bob Weir und seinen Einfluss auf ihn selbst: „In den 30 Jahren vor mir war Bob zu einer Ikone der Counterculture geworden. Ich war ein Kind der 1980er Jahre. Ich komme aus einer Welt des strukturellen Denkens, des Konzepts, des Theoretisierens, des Überdenkens und des Perfektionierens. Bob lernte schon früh, dass Geist, Herz, Seele, Neugier und Furchtlosigkeit der Weg zum Ruhm sind. Wir hatten beide mit jeder unserer Vorlagen Erfolg und dann haben wir uns gefunden... Wir waren unwahrscheinliche Partner, und das war Teil unserer Magie.“

Wie Weir und Mayer zusammenwuchsen

Weiter erzählte Mayer, wie seine professionelle und persönliche Beziehung zu Weir sich entwickelte: „Im Laufe eines Jahrzehnts haben wir gelernt, einander zu vertrauen. Er hat mir unter anderem beigebracht, auf den Moment zu vertrauen. Und ich würde gerne glauben, dass ich ihm ein wenig beigebracht habe, sich auf einen Plan zu verlassen; nicht als Ersatz für die göttlichen Momente, sondern als eine Möglichkeit, sie ein wenig näher zu locken.“ Schließlich kam Bob Weir durch die Musik von Grateful Dead aus einer Welt des Improvisierens und Jammens; John Mayer hingegen wurde in seinem Studium als Songwriter ausgebildet.

Durch die Zeit in Dead & Company wuchsen die beiden zusammen, wofür Mayer sehr dankbar war. Denn es ehrte ihn, Weirs Vertrauen zu haben, und dass er Mayer eine neue Gemeinschaft schenkte. „Er lieh mir sein Liederbuch, lud mich in die Welten ein, die er geschaffen hatte, und lehrte mich, was die Lieder bedeuteten und was es bedeutete, sie aufzuführen“, erinnerte sich Mayer. Er schloss seine Rede mit den Worten: „Danke, Maestro. Du hast mein Leben verändert. Ich werde dich für immer lieben.“

Tod durch Lungenerkrankung

Am 10. Januar starb Bob Weir im Alter von 78 Jahren „friedlich im Kreis seiner Angehörigen“. Er hatte eine Krebserkrankung besiegt, erlag dann aber einer darauffolgenden Lungenerkrankung. Über 60 Jahre war er ein tourender Musiker gewesen, sogar noch während der Zeit seiner Krebserkrankung.

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