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Foto: Sergione Infuso - Corbis / getty Images

Joji kündigt endlich sein viertes Album an

Produzent und Singer-Songwriter Joji hat nach wochenlangem Spekulieren nun endlich sein viertes Album angekündigt. Beim Titel wurde es besonders poetisch.

Feingefühl oder stumpfer Humor?

Nachdem Joji mit Songs wie Slow Dancing In The Dark oder Glimpse Of Us seine feinfühlige Seite bewiesen hatte, scheint der Musiker sich jetzt in eine neue Richtung entwickeln zu wollen. Denn seinem kommenden Album hat er den illustren Titel Piss In The Wind gegeben – ein Ratschlag, den man besser nicht befolgen sollte. Das Album wird am 06. Februar 2026 erscheinen. Dass es dennoch tiefgründig werden könnte, das zeigen die bisherigen Singles, die Joji schon herausgebracht hat. Allen voran der neueste Song: Past Won’t Leave My Bed. Eine Pianoballade, die den melancholischen Hits Die For You und Glimpse Of Us klanglich recht nahe kommt. Ein langsamer Beat untermalt den Lovesong, der mit einem zarten Piano-Intro beginnt. Im Musikvideo reihen sich zahlreiche Aufnahme mit einer Nachtsichtkamera aneinander. Viele Geräusche sind in den Song in dieser Videoversion mit eingewoben und geben dem Titel eine ganz andere Atmosphäre.

Alles deutet auf ein Konzeptalbum

Es ist die dritte Single, die Joji in diesem Zyklus veröffentlicht. Zuerst teilte er den Song Pixalated Dreams mit der Welt. Übersteuerte Bässe bilden das Bett dieser verzerrten Nummer, die nach nächtlichem Autofahrten entlang glitzernder Stadtlichter schreit. Darauf folgte If It Only Gets Better, der diesen Mittwoch, am 04. November veröffentlicht wurde. Von einer Gitarre begleitet, die eine langsame Version des Black Bird-Patterns zupft, wiederholt die Zeile „If it only gets better from here“. Obwohl die Worte hoffnungsvoll scheinen, klingt Jojis Stimme niedergeschlagen wie eh und je. Er deutet an: Hier könnte ein neues Konzeptalbum in der Mache sein. Der Titel ist sehr kurz und scheint momentan wie ein Intro. Auch Pixalated Dreams war gerade mal 1:50 lang und schien eher wie Puzzleteil, das zu etwas Größerem gehört. 

Seit seinem Durchbruch im Jahr 2017 hat Joji vier von Kritiker:innen hochgelobte Studioalben veröffentlicht: BALLADS 1 (2018), Nectar (2020) und SMITHEREENS (2022). Auch hier setzte Joji teilweise auf einen größeren musikalischen Bogen, der die einzelnen Titel verband und Brücken zwischen den verschiedenen Klangwelten errichtete. Die Stärke von Joji liegt aber definitiv in der Stimmung. Anstatt sich an Genres oder Stile zu halten, setzt der Musiker klar auf Vibes und geht dabei unkonventionelle Wege, um diese zu kreieren. 

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