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2002 starb Jam Master Jay (Mitglied von Run-D.M.C.) bei einem Mordanschlag. Ein bereits 2023 angeklagter Mann hat sich nun für schuldig bekannt, zwei Männern dabei geholfen zu haben. Ursprünglich hatte er seine Beteiligung bestritten.
Wie starb Jam Master Jay?
Seit über 20 Jahren versucht man, das Mysterium um Jam Master Jays Tod aufzulösen. Der DJ der legendären Rap-Gruppe Run-D.M.C. wurde 2002 in einem Studio in New York erschossen. Wer hinter dem Mordanschlag steckte, ist seitdem unbekannt geblieben, obwohl mehrere Männer angeklagt wurden. Der 52-jährige Ray Bryant, gegen den bereits 2023 geklagt wurde, hatte damals auf seine Unschuld plädiert. Nun aber hat er sein Plädoyer geändert und sich schuldig bekannt, eine Woche bevor sein Prozess am 4. Mai beginnen sollte.
Vor einem US-amerikanischen Bundesgericht erklärte Bryant gestern (27. April), er habe zwei Männern bewusst Zugang zum Gebäude verschafft, in dem Jam Master Jay (mit bürgerlichem Namen Jason Mizell) sich aufhielt. Dann konnten diese Jam Master Jay durch eine Hintertür überrumpeln und ermorden. „Ich wusste, dass eine Schusswaffe eingesetzt werden würde, um Jason Mizell zu erschießen“, sagte Bryant. „Mir war klar, dass mein Handeln falsch war und eine Straftat darstellte.“
Wer wird sonst noch verdächtigt?
Wer die zwei Männer waren, offenbarte Bryant nicht. Neben ihm sind aber schon länger zwei Männer verdächtigt: Ronald Washington und Karl Jordan Jr. wurden 2024 am Mord an Jam Master Jay schuldig gesprochen. Letztes Jahr hob man Ronald Washingtons Schuldspruch aber auf, es mangele nämlich an einem eindeutigen Motiv des Angeklagten; und auch Karl Jordan Jr. fechtet seine Verurteilung mittlerweile an.
Als Hintergrund des Mordes am 37-jährigen Mizell vermutet man seit längerem einen Streit über einen Drogenhandel. Jam Master Jay habe zu der Zeit mit Kokain gehandelt, doch als der Streit mit den Verurteilten entfachte, schmiedeten diese ein Mordkomplott, so die Staatsanwaltschaft.
Jay Bryants Rolle beim Anschlag
Der Verdacht fiel vor drei Jahren auf Jay Bryant, da seine DNA-Spuren an einer Mütze hefteten, die am Tatort hinterlassen wurde. Eine Augenzeugin berichtete ebenfalls, jemanden mit Bryants Aussehen im Gebäude laufen gesehen zu haben, bevor die Schüsse ertönten.
Ob Bryant nicht nur den anderen Männern die Hintertür zum Studio öffnete, sondern auch die Waffe abfeuerte, ist bislang nicht bekannt. Beim Strafprozess gegen Washington und Jordan behaupteten dies aber die Verteidiger:innen der Angeklagten. Und auch Bryants Onkel erklärte während dieses Prozesses, sein Neffe Jay Bryant habe ihm gestanden, Jam Master Jay erschossen zu haben.
Mit Bryants neuem Schuldbekenntnis kommt somit hoffentlich bald noch mehr Licht in den Fall um Jam Master Jay.