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„Many Rivers To Cross": Reggae-Ikone Jimmy Cliff verstorben
newsJimmy Cliff ist tot. Die jamaikanische Reggae-Ikone starb am 24. November 2025 im Alter von 81 Jahren. Er zählt zu den prägendsten Stimmen Jamaikas und gilt als einer der Architekten des Reggae.
Mit Songs wie Many Rivers to Cross und The Harder They Come wurde er weltweit bekannt und ebnete dem Genre den Weg auf die internationalen Bühnen. Gemeinsam mit Bob Marley und Peter Tosh steht er für das Fundament, auf dem der moderne Reggae ruht.
Jimmy Cliff: Statement zum Tod
Die Familie von Jimmy Cliff bestätigte den Tod des Künstlers mit einem Posting in den sozialen Netzwerken. Darin heißt es: „Mit tiefem Schmerz teile ich mit, dass mein Ehemann Jimmy Cliff übergetreten ist – infolge eines Krampfanfalls, gefolgt von einer Lungenentzündung. Ich bin dankbar für seine Familie, Freunde, Künstlerkollegen und Wegbegleiter, die diesen Lebensweg mit ihm geteilt haben. An alle seine Fans auf der ganzen Welt: Bitte wisst, dass eure Unterstützung seine Stärke während seiner gesamten Karriere war. Er hat jede einzelne und jeden Einzelnen von euch für eure Liebe sehr geschätzt.“
Das Statement weiter: „Ich möchte auch Dr. Couceyro und dem gesamten medizinischen Personal danken. Sie waren in diesem schwierigen Prozess außerordentlich unterstützend und hilfsbereit. Jimmy, mein Liebling, mögest du in Frieden ruhen. Ich werde deinen Wünschen folgen. Ich hoffe, dass ihr alle unsere Privatsphäre in dieser schweren Zeit respektieren könnt. Weitere Informationen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. See you – und wir sehen dich, Legende. Latifa, Lilty und Aken.“
Jimmy Cliff: Blick auf eine Karriere
Cliffs Karriere beginnt dort, wo die moderne jamaikanische Musik ihre ersten Umrisse erhält: in der rumpelnden Ska-Ära, in kleinen Studios, in denen große Ideen entstehen. Sein früher Hit Hurricane Hattie, produziert von Leslie Kong, katapultiert den jungen Sänger plötzlich aus der Kingston-Szene heraus und markiert den Start einer Partnerschaft, die die ersten Jahre seines Werks prägen wird.
1964 schickt Jamaika ihn als musikalischen Botschafter zur Weltausstellung in New York; kurz darauf unterschreibt er bei Island Records und zieht nach Großbritannien. Dort entsteht mit Hard Road to Travel sein internationales Debüt … ein Album, das Kritiker überrascht und mit Waterfall einen brasilianischen Festival-Hit hervorbringt.
Ende der 1960er-Jahre veröffentlicht Jimmy Cliff Songs, die Reggae endgültig aus der Nische holen: „Wonderful World, Beautiful People“, „Vietnam“ (Bob Dylan nannte es einmal das beste Protestlied überhaupt) und Cliffs Interpretation von Wild World, die 1970 rund um den Globus läuft. 1972 dann sein wohl größter kultureller Abdruck: Cliff spielt die Hauptrolle im Film The Harder They Come und liefert den Soundtrack, der ein ganzes Genre in die internationale Wahrnehmung trägt.
In den 1980er-Jahren entstehen Reggae Night und das Grammy-prämierte Album Cliff Hanger. Die 1990er bringen eine neue Phase: Mit I Can See Clearly Now aus Cool Runnings ist Jimmy Cliff plötzlich wieder weltweit in den Charts, und sein Werk wird für eine neue Generation neu entdeckt.