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Steven Wilson erklärt, warum der Black-Sabbath-Katalog nicht neu abgemischt wurde
Geht es um das Remixen von legendären Backkatalogen, ist Prog-Zauberer Steven Wilson die erste Adresse. Seit 2009 hat der Porcupine-Tree-Frontmann Klassiker von Tears For Fears, ABC, Chic, Ultravox, Suede, The Who und Van Morrison neu interpretiert. Doch ausgerechnet bei Black Sabbath blieb es bei einem einzigen Album: Volume 4. Aber warum eigentlich? Das verriet Steven Wilson jetzt in einem Interview.
Steven Wilson: Keine Mehrspurbänder, keine Remixe!
In einem Interview mit dem australischen Portal Noise11 erklärte Wilson nun, warum: „Die Bänder waren verloren. Das ist ein klassisches Beispiel. Es gab den Willen dazu, die Plattenfirma wollte es, das Management wollte es, ich wollte es – und dann konnten sie die Bänder nicht finden.“
Gefunden wurden lediglich Outtakes, also alternative Takes der Songs. „Wir haben dann das gemacht, was möglich war. Ich habe diese Outtakes gemischt, die für Fans sehr spannend sind. Man hört die Band bei unterschiedlichen Versionen von Supernaut oder Wheels of Confusion. Da gibt es wirklich großartige Sachen.“
Steven Wilson: Auch mit Guns N' Roses scheiterte es
Auch bei Steven Wilsons jüngstem Versuch, die Musik von Guns N’ Roses in räumlichem Klang neu zu präsentieren, kam es zu einem abrupten Ende. Gegenüber dem Podcast Scars And Guitars berichtete er: „Die Band mochte nicht, was ich gemacht habe. Das kam über die Plattenfirma. Ich habe alles fertiggestellt, aber die Band hat es abgelehnt.“
Einzig seine Neuabmischung von November Rain, die eine echte Orchesteraufnahme enthält, wurde veröffentlicht. Insgesamt habe er rund 40 Songs bearbeitet, darunter B-Seiten und Outtakes. „Aber die Band wollte kein [Dolby] Atmos, sie wollten nicht, dass ihre Musik in Spatial Audio erscheint. Jetzt liegt das Projekt ungehört auf meiner Festplatte. Sehr schade – es sind großartige, großartige Platten.“