Tyga steht zu KI-Nutzung auf seinem neuen Album und sagt: „Mir egal!“

Tyga live
Foto: Scott Legato/Getty Images

Tyga hat auf seinem neuen Album $tarface für einige Instrumente KI genutzt. Der Rapper verteidigte die künstliche Intelligenz als Werkzeug und erklärte: „Das ist nicht so anders als damals, als Autotune herauskam.“

Eine stilistische Weiterentwicklung ist eigentlich immer zu begrüßen. So freuten sich viele, dass der Rapper Tyga auf seinem neunten Album mal eine andere Richtung eingeschlagen hat: Unter dem Album- und Künstlernamen $tarface geht es zu 80er-Synthpop. Nur hat Tyga dafür auch ein anderes, neues Stilmittel genutzt, das weniger Leute glücklich macht: künstliche Intelligenz.

Ein „Zauberer“ erklärt seine „Tricks“

Nachdem $tarface vorletzte Woche erschien, vermuteten manche Hörer:innen schon, darauf KI heraushören zu können. Und richtig gehört: Das bestätigte Tyga nun in einem Interview mit Vibe.

„Ich habe mit noch niemandem darüber gesprochen, weil ich immer das Gefühl hatte, es wäre so, als würde ein Zauberer erklären, wie seine Tricks funktionieren“, so Tyga im Interview. „Warum erklären Leute ständig bis ins Detail, wie sie gute Sachen machen? Entweder es gefällt dir oder eben nicht. Mir egal. Es soll dir ein Erlebnis und ein bestimmtes Gefühl vermitteln.“

Tyga: KI ist wie Autotune

Tyga verteidigte die oft kritisierte KI mit folgendem Argument: „Ich weiß, dass sich manche darüber aufregen werden, wenn ich das sage, aber genau in diese Richtung entwickelt sich die Technologie. Es ist nicht anders als damals, als Autotune auf den Markt kam. Manche Leute waren dagegen, aber echte Künstler:innen haben es sich zunutze gemacht.“ Mit der Meinung, KI sei eben nur ein weiteres Werkzeug, das man selbstverständlich nutzen sollte, ist Tyga nicht allein. Auch Musiker:innen wie Empire Of The Sun oder Timbaland haben die Technologie befürwortet. Einige andere wie Jack Antonoff, Elton John oder Paul McCartney sehen darin jedoch eine Gefahr und stellen sich vehement dagegen.

Zwar stamme aller Gesang auf der Platte von Tyga selbst, aber einige Instrumente wurden mithilfe von KI generiert, erklärte der Musiker weiter. „Wir dachten uns: ‚Weißt du was? Ich brauche für einen bestimmten Teil dieses Songs ein paar 80er-Synthesizer. Ich brauche so schnell wie möglich ein Gitarrensolo.‘ So ist das eben.“ Tygas Fazit zum Album war schließlich: „Letzten Endes blicke ich als Musiker auf 15 Jahre voller Hits zurück. […] $tarface kann verdammt noch mal machen, worauf immer er Lust hat.“

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