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Klare Ansage: Bandcamp stellt sich gegen KI-generierte Musik. Inhalte, die in wesentlichem Teil durch eine KI erschaffen wurden oder die mithilfe von KI bestimmte Künstler:innen nachahmen sollen, werden ab sofort von der Plattform gelöscht.
Zwei neue Richtlinien
Jahresvorsätze sind etwas Schönes, vor allem, wenn man sie durchzieht. Auch Bandcamp hat sich den Jahresbeginn zum Anlass genommen, um sich einem großen Thema anzunehmen, das sie stört: Künstliche Intelligenz in der Musik, ein stetig ansteigendes Problem. Auf Reddit hat das Bandcamp-Team daher nun zwei neue Richtlinien gegen KI-Musik auf ihrer Plattform verkündet:
„Musik und Audio, welche gänzlich oder in wesentlichem Teil durch KI generiert wurde, ist auf Bandcamp nicht erlaubt.“ Und zweitens: „Jegliche Verwendung von KI-Tools zur Nachahmung anderer Künstler:innen oder Stile ist gemäß unseren bestehenden Richtlinien zum Verbot von Identitätsdiebstahl und der Verletzung geistigen Eigentums strengstens untersagt.“
Löschen auf Verdacht
Um die dagegen verstoßenden Inhalte zu entdecken, können auch Bandcamps Nutzer:innen Musikstücke melden, sodass das Team darauf aufmerksam wird. „Wir behalten uns das Recht vor, jegliche Musik zu entfernen, bei der der Verdacht besteht, dass sie KI-generiert ist“, so Bandcamp.
Aber was heißt „in wesentlichem Teil durch KI generiert“? Zu einem gewissen Maß ist das Nutzen künstlicher Intelligenz auf Bandcamp schon noch erlaubt. So dürfen Musiker:innen KI-Tools für kleine Aufgaben nutzen, etwa, um beim Mixen zu helfen oder sich beim Schreiben einer Melodie Inspiration zu geben.
Das KI-Problem
Die Flut an künstlich erstellten Inhalten im Internet wird immer größer. Streaming-Plattformen wie Spotify haben in den letzten Monaten zwar auch Maßnahmen gegen KI-Musik eingeführt, dennoch kritisieren viele Konsument:innen die Plattform immer noch, nicht streng genug vorzugehen. Große Massen an Songs, die mit hoher Wahrscheinlichkeit KI-generiert sind, sind immer noch auf Spotify zu finden – davon manche sogar in den Top 50 Viral Charts der Plattform. So führte es das Beispiel der angeblichen Künstlerin Sienna Rose diese Woche vor. Mit den nun beschlossenen Regulierungen will Bandcamp der menschlichen Kreativität wieder mehr Bedeutung auf seiner eigenen Plattform geben.