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Zak Kevin Mazur/Getty Images for Desert Trip

Zak Starkey: „Die Beatles waren mir im Weg“

Das Kind eines Mitglieds der größten Band aller Zeiten zu sein, ist vermutlich alles andere als einfach – das galt auch für den Sohn von Beatles-Drummer Ringo Starr. Zak Starkey, selbst ein international bekannter Schlagzeuger, erklärte nun in einem Interview mit dem New Yorker Radiosender Q104.3, warum er die Musik der Beatles lange bewusst mied.

Zak Starkey: Beatles wurden gemieden

Starkey betonte, dass diese bewusste Distanz letztlich ein Vorteil gewesen sei. Erst mit etwa 25 Jahren habe er sich ernsthaft mit dem Werk der Beatles auseinandergesetzt – und sei sofort beeindruckt gewesen. Er habe damals erkannt, wie außergewöhnlich die Band gewesen sei, sagte Zak Starkey im Interview. Gleichzeitig sei er im Nachhinein froh darüber, nicht früher eingestiegen zu sein, weil ihn das offen für andere musikalische Einflüsse gemacht habe.

Als Kind seien ihm die Songs der Beatles „im Weg“ gewesen, weil sich die Aufmerksamkeit stets auf seinen berühmten Nachnamen konzentriert habe und nicht auf die Bands, in denen er spielte.

Zak Starkey: Vater ist bester Rock-Drummer aller Zeiten

Trotz seiner späten Annäherung an das Erbe der Beatles bezeichnete sich Zak Starkey nie als bedingungslosen Fan. Die sechsstündige Dokumentation Get Back aus dem Jahr 2021, inszeniert von Regisseur Peter Jackson, habe er bislang nicht komplett gesehen. Dafür fehle im Alltag mit einem kleinen Kind schlicht die Zeit, erklärte er mit einem Augenzwinkern.

Auch über das Verhältnis zu seinem Vater sprach Starkey offen. Unterstützung oder gar Protektion habe es nicht gegeben, im Gegenteil. Ringo Starr habe ihm früh sehr direktes, teils scharfes Feedback gegeben. Dennoch bezeichnete Starkey seinen Vater als den besten Rock’n’Roll-Schlagzeuger der Welt – heute sogar besser als in früheren Jahren.

Eigenständige Karriere

Im Laufe seiner Karriere etablierte sich Starkey unabhängig vom Beatles-Erbe als einer der gefragtesten Rock-Schlagzeuger seiner Generation. Neben seiner langjährigen Tätigkeit bei The Who spielte er unter anderem mit Oasis, Johnny Marr, Paul Weller und den Seminal Hearts, war Teil der Bands von Zak Starkey & The Beat Collective sowie Pengu!ns und arbeitete zudem mit Künstlern wie Sean Lennon, Graham Coxon und Noel Gallagher zusammen.

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