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Foto: Mariano Regidor / getty Images

José González will mit einem neuen Album ein Licht ins Dunkle setzen

Against The Dying Of The Light heißt das Album, das José González heute angekündigt hat. Der Musiker hat sich damit etwas Großes vorgenommen, das ein Zeichen setzen soll. 

Musik gegen das Dunkel der Welt

Chaotische Zeiten, in denen wir leben, huh? Die nicht ganz so sicher wirkende Zukunft und die wachsende Polarisierung der Welt scheint sich überall breit zu machen. Was kann dagegen helfen? Richtig, Musik. Nach vier langen Jahren meldet sich José González mit seiner engelshaften Stimme und der zitternden Gitarre wieder zurück und kündigt sein fünftes Studioalbum an. Against The Dying Of The Light soll am 27. März bei Mute Records und City Slang erscheinen und kann durchaus als eine Manifestation gesehen und gehört werden. Der Titeltrack, den José González mit der frohen Kunde veröffentlichte, zeigt dies eindrücklich. Wie immer erklingt der Song ganz reduziert. Umgeben von einem wohligen Hall singt José González mit der samtigen Stimme zu dem repetitiven Gitarrenpicking. Mehr braucht es nicht für die Magie des Musikers.

Große Herausforderungen

„Es ist ein Song, der sich mit der Menschheit im Jahr 2025 auseinandersetzt; darüber, dass wir akzeptieren müssen, wer wir sind und was uns hierher geführt hat, da die Vergangenheit nicht geändert werden kann. Dann geht es darum, unsere Aufmerksamkeit wieder auf die bevorstehenden Herausforderungen zu richten, wie perverse Interessen und Algorithmen, die nicht im Einklang mit dem menschlichen Wohlergehen stehen“, beschreibt José González den Song. Weiter heißt es: „Und obwohl wir mit neuen Technologien, die sich letztendlich selbst entwerfen und kopieren können, enorme Möglichkeiten haben, müssen wir sie nicht sofort entwickeln, wenn sie das Potenzial haben, uns überflüssig zu machen. Wir können gegen diese Replikatoren rebellieren, gegen das Erlöschen des Lichts rebellieren.“

Es ist also eine Ansage, dieser Song, dieses Album. Schon auf seinem letzten Album Local Valley fiel José González durch seinen scharfen, kritischen Blick auf die Gesellschaft auf. In Liedern über die Wahrheit und die Dekonstruktion dieser im rasenden Informationszeitalter, gab sich der so lieblich klingende Musiker der Gefahr der Wissenshierarchien hin. Stets mahnend, analytisch und doch hoffnungsvoll. Eine neue, wiedergefundene Faszination für das gemeinsame Musizieren wird in choralen Stellen auf diesem Joaé González-Album immer wieder hervor blitzen. „In diesen Songs geht es darum, wie wir die Menschheit auf individueller und kollektiver Ebene zu mehr Wohlstand führen können“, erklärte der Musiker. 

„Man kann sie einfach wegen der Klänge, Harmonien und Rhythmen zuhören, aber die Texte sollen die Menschen dazu inspirieren, sich zu engagieren und gemeinsam an der Lösung kollektiver Probleme zu arbeiten. Für Humanismus und Aufklärung und gegen das Erlöschen des Lichts.“ José Gonzalez selbst hat kürzlich das 10%-Versprechen abgegeben. Eine öffentliche Verpflichtung, 10% seines Einkommens an wirksame Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden, die sich für die Bekämpfung extremer Armut einsetzen. Dafür hat er eine eigenen Kampage gegründet.

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