Zum ersten Mal überhaupt ist PinkPantheress ohne ihren ikonischen Autotune-Effekt aufgetreten – natürlich beim Kult-Konzertformat Tiny Desk.
PinkPantheress, wie man sie noch nie gehört hat: Für NPRs längst legendäres Konzertformat Tiny Desk hat sie jetzt sogar auf ihren Trademark-Autotune-Effekt verzichtet. Und das, obwohl die Musikerin zugab, dass sie überlegt hatte, sich zurückzuziehen, da NPR ihr die Verwendung von Autotune-Software nicht gestattete. Ein großer Schritt für sie.
„Das ist mein erster Auftritt ohne Stimmkorrektur”, sagte sie dem Publikum. „Ich habe noch nie ohne Stimmkorrektur gesungen, daher ist das wirklich beängstigend. Ich hätte es fast nicht gemacht, weil die Leute von NPR sagten: ‚Du darfst nichts verwenden.‘ Dann dachte ich mir: ‚Ich versuche es einfach und schaue, wie es läuft.‘”
Spoiler: Es lief fantastisch! Während ihres Auftritts wechselt sie lässig zwischen den vor ihr ausgebreiteten Instrumenten hin und her: Hier ein bisschen Mundharmonika, dort ein bisschen Cowbell, ein- oder zweimal Glockenspiel. Ihr komödiantisches Timing ist trocken, aber präzise.
2025 läuft ausgezeichnet für PinkPantheresst
Bei ihrem Auftritt spielte PinkPantheress reduzierte Versionen einiger ihrer frühesten Songs. Darunter Attracted to You, bei dem sie auch Mundharmonika spielte, und Pain. Außerdem interpretierte sie ihren viralen Hit Illegal neu in einer wunderbar jazzigen Version und spielte The Aisle, Passion und Tonight, das sogar eine clevere Interpolation des Refrains aus Boy's a Liar enthielt.
PinkPantheress hat aktuell ein mehr als gutes Jahr. Ihr aktuelles Album Fancy That wurde etwa in die Liste der besten Alben des Jahres 2025 von NME aufgenommen. Außerdem verlieh ihr die University of Kent Anfang dieses Jahres die Ehrendoktorwürde in Musik. So kann es also weitergehen – zumal sie sich in der Vergangenheit vermehrt darüber geäußert hatte, wie schwer es für sie ist, als Schwarze Frau in der elektronischen Musik Anerkennung zu finden, und dass sie sich oft „übersehen“ und missverstanden fühle.