Rob Halford hat eine beeindruckende Stimme – das ist Allgemeinwissen. Seine Stimme hat man eher mit Songs von Judas Priest im Ohr, aber wer hätte gedacht, dass Halford auch gerne Jazz singt? In einem Interview schwärmte er von Tony Bennett – den würde er nämlich gerne covern.
Was als Great American Songbook bezeichnet wird, also einige der bekanntesten amerikanischen Jazz- und Pop-Standards des 20. Jahrhunderts, hat es Rob Halford angetan. Bereits Künstler:innen wie Mark Tremonti (Creed, Alter Bridge) oder Lady Gaga widmeten sich in Coveralben Songs aus dieser Zeit und so etwas würde Halford auch gerne tun. „Es gibt so viele musikalische Dinge, die ich machen möchte!“, erklärte er dem Magazin Ultimate Classic Rock.
Was singt Rob Halford in der Dusche?
Lady Gaga ist ein gutes Stichwort, denn sie kollaborierte für ihr Coveralbum damals mit Tony Bennett – einem Sänger, den Rob Halford besonders liebt. Ein Tony-Bennett-Coveralbum aufzunehmen fände Halford mittlerweile gar nicht mehr so abwegig, erzählte er: „Ich habe letztens Tony Bennett in der Dusche gesungen, meine Stimme gehört und gedacht: ‚Würde ich es wagen, so etwas anzugehen?‘ Und dann denke ich mir: ‚Ich bin ein alter Mann; ich kann machen, was ich verdammt noch mal will!‘“ Recht hat er!
Er schwärmte weiter: „Ich liebe Tony Bennett. Wie so viele von uns war ich traurig, als er starb. Er war eine Ikone und ein leuchtendes Vorbild.“ Und wer sagt, dass Metal-Sänger:innen nicht auch Jazz singen können? Er liebe alle Arten von Sänger:innen und das, was man mit einer Stimme anstellen kann, erklärte Halford.
Damals versus heute
„Ich würde so etwas liebend gerne machen. Ich weiß nicht, wie ich es angehen würde, aber ich sollte besser mal anfangen“, sagte er über seine Coveralbum-Idee – mittlerweile nicht mehr so abwegig wie früher noch! „Damals hätte ich mich das nicht getraut. Das Label und Management hätten gesagt: ‚Nein, das hier ist, wer du bist! Weiche nicht davon ab!‘ Jetzt kann machen, was man will, egal wo du bist. Wir sind in einer schönen Zeit voller Akzeptanz von Musik und Verständnis der Freude an Musik, ohne Barrieren. Das ist wunderbar!“ Wir sind gespannt!