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Foto: Mariano Regidor/Redferns

Yungblud: Zweiter Teil von Album „IDOLS“ soll bald erscheinen

Zum Jahresstart gibt es gute Nachrichten aus der britischen Pop-Punk-Ecke: Nachdem Yungblud mit seinem Album IDOLS im vergangenen Jahr große Erfolge feierte, ist diese Ära wohl noch nicht abgeschlossen. Der zweite Teil des Langspielers, den der Künstler als „zynischer“ als seinen Vorgänger beschreibt, soll laut eigener Aussage „unmittelbar“ erscheinen.

Ein Album über Selbstfindung und die Realität danach

Im Gespräch mit dem Rolling Stone erzählte Dom Harrison alias Yungblud von der inhaltlichen Ausrichtung des kommenden Releases. Während sich der erste Teil von IDOLS mit Selbstermächtigung und persönlichem Wachstum beschäftige, gehe es nun um das Leben danach:

„Der erste Teil handelt von Selbstaneignung und vom Fliegen, davon zu lernen, wie man seine Flügel bekommt. Der nächste Teil ist der echte Realismus. Wie lebt man in der realen Welt als diese Person, die man entdeckt hat? Es ist ein bisschen zynischer“, so Yungblud. Zudem verriet der Brite, dass der Opener des Albums I Need You to Make The World Seem Fine heißen wird, und gab bereits erste Einblicke in die Lyrics. Zeilen wie „Pictures of idols rise up and fall / Wish you knew it all / Lift your head from the pillow, you’ve been missing enough / Built yourself a wall“ sollen darin zu hören sein.

Vom Maximalismus zur Reduktion

Rückblickend beschreibt Yungblud IDOLS als bewusst überladenes Werk. Es sei „maximalistisch“ gewesen, sagt er. Für das nächste Projekt schlägt er nun eine klare Gegenrichtung ein. Gemeinsam mit Produzent Andrew Watt wolle er die Songs radikal reduzieren und „extrem minimalistisch“ anlegen. Ziel sei es, die Musik möglichst roh, live und bandnah klingen zu lassen. „Band-y“, wie Yungblud es selbst formuliert.

Inspiration findet Yungblud derzeit verstärkt in den frühen Neunzigern. Er höre viel Jeff Buckley, Chris Cornell und Scott Weiland und bewege sich klanglich in einer Ära, die er mit „’93 MTV Unplugged, Stone Temple Pilots, Nirvana“ beschreibt. Auch ein Gedanke von David Bowie begleite ihn dabei besonders: nach jedem Album bewusst „komplett in die entgegengesetzte Richtung“ zu gehen. Am Ende stehe für ihn eine zentrale Frage: „Wenn du drei Minuten hast, fünf Akkorde und die verdammte Wahrheit, was machst du dann damit?“

Erneute Zusammenarbeit mit Andrew Watt

Produziert wird der zweite Teil von IDOLS, wie bereits sein Vorgänger, erneut von Andrew Watt, der in der Vergangenheit unter anderem mit Miley Cyrus, Ozzy Osbourne, Elton John und Iggy Pop zusammengearbeitet hat.

Bis zur Veröffentlichung bleibt noch etwas Zeit. Umso gespannter darf man auf einen zynischeren Yungblud blicken, der uns vermutlich durch das Jahr 2026 begleiten wird. Bis dahin darf weiterhin der erste Teil von IDOLS aufgelegt, gehört und durchdacht werden.

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